Auszahlung der Überstunden für den Castor-Transport

17. November 2010 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei sieht in der heutigen Entscheidung von Innenminister Ralf Jäger (SPD), die Überstunden für den Castor-Transport umgehend zu vergüten, ein wichtiges Signal an die Polizei. Wie zuvor von der GdP gefordert, soll dabei die gesamte Zeit des Castor-Einsatzes als Arbeitszeit angerechnet werden.„Jäger zeigt mit der Entscheidung, dass er die Klagen über die vollkommene Arbeitsüberlastung der Einsatzhundertschaften ernst nimmt“, sagte GdP-Landesvorsitzender Frank Richter. „Ich gehe deshalb davon aus, dass der Innenminister jetzt auch die Forderung der GdP nach drei zusätzlichen Einsatzhundertschaften ernsthaft prüfen wird. Denn die Megaschichten während des Castor-Transportes mit bis zu 30 Stunden ohne Pause sind nur die Spitze des Eisbergs. Auch sonst kommen unsere Kolleginnen und Kollegen aus den Stiefeln nicht raus.“

Weil die Mitglieder der Einsatzhundertschaften wegen der ständig zunehmenden Zahl der Einsätze keine Chance haben, ihre Überstunden abzubauen, hatte die GdP den Innenminister bereits unmittelbar nach dem Castor-Einsatz aufgefordert, die dort angefallenen Überstunden auszuzahlen. Zudem fordert die GdP bereits seit längerem, die Zahl der Einsatzhundertschaften in NRW von 18 auf 21 zu erhöhen. „Die drei zusätzlichen Einsatzhundertschaften sind alternativlos, weil unsere Kollegen auch einmal Freizeit brauchen, um sich von ihrem Dauerstress zu erholen. Die jetzt praktizierte Regelung, den Einsatzkräften in Serie die wenigen noch verbliebenen freien Wochenenden im Jahr zu streichen, ist keine Lösung“, sagte Richter.