Digitalfunk

16. November 2010 | Themenbereich: Brandenburg, Polizei | Drucken

Der ursprünglich auf dem Gelände der Zollschule im Werderaner Ortsteil Plessow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) geplante Funkmast für den künftigen Digitalfunk wird an einem neuen, etwa ein Kilometer entfernten Standort auf der anderen Seite der Bundesstraße B1 errichtet. Das wurde heute im Innenministerium entschieden.

Dazu erklärte Ministeriumssprecher Ingo Decker:
„Der ursprünglich geplante Standort war funktechnisch geeignet, kostengünstig, mit der Kommune abgestimmt und was die Strahlenbelastung betrifft unbedenklich. Er verfügte bereits über eine rechtskräftige Baugenehmigung. Trotzdem haben wir uns im Interesse der öffentlichen Akzeptanz bereit erklärt, die Diskussionen in Bürgerinitiative und Kommune aufzugreifen und noch einmal gemeinsam mögliche Alternativen zu prüfen. Eine entscheidende Frage waren die erheblichen Mehrkosten von voraussichtlich rund 100.000 Euro, die ein kurzfristiger Umzug des bereits geplanten und baulich begonnenen Standortes verursacht. Da die Stadt Werder jetzt die Übernahme dieser Zusatzkosten mitgeteilt hat, und der neue Standort ebenfalls über die erforderlichen funktechnischen Voraussetzungen verfügt, können wir grünes Licht für einen neuen Bauantrag geben.“

Das künftige Digitalfunknetz benötigt in Brandenburg etwa 170 Funkstandorte. Knapp 50 davon wurden in den letzten Monaten bereits errichtet. Viele weitere Standorte befinden sich derzeit in unterschiedlichen Errichtungsphasen. Geplant ist die Aufnahme des digitalen Funkbetriebs bei der Landespolizei im Jahr 2012. Ein Jahr später sollen die Feuerwehren und Rettungsdienste folgen, wobei die Entscheidungen der kommunalen Träger zur Einführung des Digitalfunks noch ausstehen.