GdP M-V erwartet Richtigstellung

13. November 2010 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erwartet von der Ostseezeitung eine Richtigstellung der von ihr in ihrer Wochenendausgabe getätigten Aussagen, wonach Polizisten in Mecklenburg-Vorpommern bessere Karrierechancen besäßen, als ihre Kolleginnen und Kollegen in Hamburg und Schleswig-Holstein. „Diese Behauptung geht meilenweit an der Realität vorbei.“, so der GdP Landesvorsitzende Michael Silkeit. „Wir freuen uns für die schleswig-holsteinischen Kollegen, von denen viele laut OZ noch vor der Pensionierung in das Endamt des mittleren Dienstes befördert werden. Davon sind wir noch Lichtjahre entfernt. Nach wie vor konkurrieren Hunderte Kolleginnen und Kollegen um die wenigen Beförderungsmöglichkeiten nach A 9. Ruhestandsversetzungen mit A8 sind ebenfalls keine Seltenheit.“

Auch die von der OZ geschilderte Versetzungspraxis entspricht nicht den Tatsachen. Wie die Gewerkschaft der Polizei auf Nachfrage der Lübecker Nachrichten erklärte, erfolgten Versetzungen nach Mecklenburg-Vorpommern fast ausschließlich aus sozialen Gründen.

Meistens handelt es sich um Kolleginnen und Kollegen, die aus M-V stammen und zurückkehren möchten. Wenn sich eine dieser „Zuversetzungen“ Karrieresprünge ausgerechnet hat, wird ihn das Leben demnächst auf den Boden der Realität zurück holen.