Tagung „Junge Mehrfach- und Intensivtäter

12. November 2010 | Themenbereich: Bundeskriminalamt | Drucken

Das Bundeskriminalamt veranstaltet eine Tagung am Mittwoch, 17. November 2010 „Junge Mehrfach- und Intensivtäter – Gelingt der Wissenstransfer zwischen kriminologischer Forschung und polizeilicher Praxis?“

  • Einführungsvortrag von BKA-Präsident Jörg Ziercke
  • Fachvorträge aus kriminologischer Forschung und Polizeipraxis

Zeit: 09:00 – 12:30 Uhr (Zutritt ab 08:30 Uhr)
09:00 – 09:15 Uhr: Begrüßung und Einführung durch BKA-Präsident Ziercke
(09:20 – 12:00 Uhr: Wissenschaftliche und polizeiliche Fachvorträge

Ort: Bundeskriminalamt Wiesbaden, Großer Saal, Thaerstr. 11, 65193 Wiesbaden

Junge Menschen, die als „Mehrfach- und Intensivtäter“ für ein hohes Fallaufkommen in allen Kriminalitätsbereichen verantwortlich sind, sind eine wichtige Zielgruppe der Jugendgewaltprävention. Die Tatsache, dass von einer Gruppe von unter zehn Prozent über fünfzig Prozent aller Straftaten für diese Altersgruppe begangen werden, ist nicht nur für die polizeiliche Arbeit bedeutsam. Das Phänomen der wiederholten Straffälligkeit ist auch in der kriminologischen Forschung ein vielbeachtetes Thema. Aus Sicht der Sicherheitsbehörden müssen wissenschaftliche Erkenntnisse für eine effektive Strafverfolgung und Gefahrenabwehr in die praktische Polizeiarbeit einfließen.
Das Bundeskriminalamt veranstaltet am 17.11.2010 eine Fachtagung, die sich mit der Frage auseinandersetzt, wie Forschungsergebnisse und die Erfahrungen aus dem polizeilichen Alltag besser miteinander verbunden und in der polizeilichen Praxis genutzt werden können.

Um 09:00 Uhr eröffnet BKA-Präsident Jörg Ziercke die Tagung mit einem Einführungsvortrag.

Gegen 09:20 Uhr spricht Prof. Dr. Bernd-Dieter Meier von der Universität Hannover über den Wissenstransfer zwischen Kriminologie und Polizeipraxis aus der Perspektive der Forschung.
Kriminaldirektor Oliver Knecht von der Berliner Polizei beschreibt gegen 09:50 Uhr das Thema aus polizeilicher Sicht.

Gegen 11:00 Uhr gibt Jaqueline Kempfer von der Philipps-Universität Marburg einen Überblick über aktuelle Forschungserkenntnisse zu „Mehrfach- und Intensivtätern“.

Mit der Frage, ob polizeiliche Programme zum Umgang mit „Mehrfach- und Intensivtätern“ ihre Ziele erreichen, beschäftigen sich Dipl.-Psych. Jana Thomas und Dipl.-Psych. Lars Riesner der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel von 11:30 Uhr bis etwa 12:00 Uhr.