BBK bildet Tutoren für Fernausbildung fort

11. November 2010 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Ende Oktober fand an der BBK-eigenen Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) die erste Präsenzphase der Fernausbildung zu elektronischen Tutoren (e-Tutoren) statt. Tutoren sind Personen, die mit der Unterrichtung und Betreuung von Lernenden beauftragt sind. Der Schwerpunkt der Fortbildung lag in der Vertiefung der praxisorientierten Kompetenzen für die Arbeit in einem virtuellen Raum.

Drei Fachleute des „Zentrums für Technologiegestützte Bildung“ der Helmut-Schmidt-Universität aus Hamburg unterrichteten sieben Dozenten der AKNZ. Aufgabe der Dozenten war es, Sitzungen im virtuellen Klassenzimmer zu moderieren. Es wurden ihnen dabei die Möglichkeiten wie auch die Risiken dieser neuen elektronischen Unterrichtsform aufgezeigt.

Räumlich getrennt nahm jeder Dozent an seinem PC (Personal Computer = persönlichen Rechner) abwechselnd die Rolle des Moderators oder des Seminarteilnehmers wahr. Da es sich um ein relativ neues Medium handelt, war es für die Dozenten wichtig, im Anschluss an den Sitzungen die neu gewonnen Erfahrungen gemeinsam intensiv auszuwerten.

Ab dem nächsten Jahr werden zunächst die Seminare „Bevölkerungsinformation und Medienarbeit“ sowie „Informations- und Kommunikationsmanagement, Fachaufgaben des Stabsgebiets S6″ in Form der Fernausbildung durchgeführt.

Bei diesen Seminaren werden sich virtuelle Lernphasen mit Präsenzphasen abwechseln, so dass die Ausbildungsqualität noch weiter erhöht werden kann. Zugleich gewinnen dabei die Teilnehmer an Flexibilität in ihrer Zeiteinteilung für die Fortbildung. Letzteres liegt vor allem am Methodenmix in den virtuellen Abschnitten mit Möglichkeiten für individuelles Fernlernen, virtuelle Gruppenkooperation und Arbeit im virtuellen Klassenzimmer. Dies gewährleistet auch eine intensive Betreuung der Seminarteilnehmer durch den Dozenten, welcher hierdurch auch immer mehr Funktionen eines Tutors wahrnimmt – daher die Bezeichnung e-Tutor (elektronischer-Tutor).

Diese neue Methode und die Technologien ermöglichen eine nachhaltige Vernetzung der Teilnehmer und einen Austausch von Erfahrungen sowie gegenseitige Hilfestellung auch nach Seminarende.

Die Fortbildung der AKNZ-Dozenten wird in den nächsten vier Wochen wieder im virtuellen Raum in einem so genannten Telekooperationsabschnitt fortgesetzt. Hier werden die Dozenten gemeinsam Fragestellungen bearbeiten und weitere Erfahrungen sammeln, bevor dann in einem weiteren Präsenzabschnitt von vier Tagen die Fortbildung im Dezember 2010 beendet wird.