Kriminalistenverband: Offener Brief an Ministerpräsident Seehofer

10. November 2010 | Themenbereich: Bayern, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Nullrunde für Beamte in Bayern und dann? Massive Kritik an der beabsichtigten Nullrunde für Beamte in Bayern kommt vom Bund Deutscher Kriminalbeamter. BDK-Landesvorsitzender Hans Wengenmeir befürchtet, dass dies nur der erste Schritt einer Reihe von Einsparmaßnahmen auch im Bereich der inneren Sicherheit ist. Weitere Einschnitte befürchtet der BDK-Landeschef der bayerischen Kriminaler im Sach- und Personalhaushalt der Polizei. Wenn dies eintritt, entwickelt sich Bayern vom Vorreiter in Sachen innere Sicherheit zum Mit- bzw. Nachläufer.

Nachlaufen wird die Kriminalpolizei dann mehr denn je der technischen Entwicklung z. B. im Bereich der Internetkriminalität. Moderne Kriminalitätsbekämpfung und damit innere Sicherheit für Bayern ist auf der Prioritätenliste der Staatsregierung Bayerns offensichtlich nicht mehr auf den vorderen Plätzen angesiedelt. „In Grundsatzreden des bayerischen Ministerpräsidenten kommt die Kriminalitätsbekämpfung nur noch in Nebensätzen vor“, bemängelt der Vorsitzende des BDK-Landesverbandes Bayern, Hans Wengenmeir.

In einem offenen Brief an Ministerpräsident Horst Seehofer beschreibt der BDK Landesvorsitzende aus Bayern, warum die Rücknahme der 42-Stundenwoche kein Argument für eine Nullrunde sein kann, schon gar nicht bei der Polizei.