Castor: DPolG fordert Sicherheitsgebühr von Atomkonzernen

5. November 2010 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft und der Bund der Steuerzahler verlangen von den Energieunternehmen, sich an den Kosten für den Atommüll-Transport zu beteiligen.

„Wir fordern eine Sicherheitsgebühr von 50 Millionen Euro von den Atomkonzernen“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Atomindustrie jährlich Milliarden Euro Gewinn erziele, die Kosten für die Sicherheit beim Transport von Atommüll aber dem Steuerzahler überlasse. „Die Entsorgung von Brennstäben ist ein Teil des Betriebs von Atomkraftwerken, für den die Konzerne verantwortlich sind.“

Laut Wendt kostet der Castor-Transport den Steuerzahler mehr als 50 Millionen Euro. Auch der Bund der Steuerzahler zeigte Sympathie für die Forderung, dafür die Atomkonzerne zur Kasse zu bitten. „Das Verursacherprinzip spricht durchaus dafür“, sagte der niedersächsische Landesgeschäftsführer Bernhard Zentgraf.