Bundespolizisten unterstützen im Rahmen des FRONTEX-Einsatzes griechische Behörden

4. November 2010 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

In den kommenden Wochen werden Polizeivollzugsbeamte der Bundespolizei ihre griechischen Kollegen an der griechisch-türkischen Landgrenze bei der Bewältigung des wachsenden Flüchtlingsstroms unterstützen. Zeitweise werden bis zu 40 deutsche Beamtinnen und Beamte an dem FRONTEX-Einsatz teilnehmen. Die Bundesregierung stellt darüber hinaus sieben Dienstfahrzeuge sowie vier Wärmebildfahrzeuge der Bundespolizei bereit. Der Schwerpunkt des Einsatzes wird in der Gegend um die Stadt Orestiada liegen.

Griechenland hatte vor einigen Tagen die Einsatzkräfte und die technischen Mittel bei der Europäischen Grenzschutzagentur FRONTEX angefordert, um angemessen auf den erheblichen Zustrom illegaler Migration reagieren zu können. Insgesamt werden Griechenland über FRONTEX 175 Grenzschutzspezialisten aus den EU-Mitgliedsstaaten zur Verfügung gestellt.

Die Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und sind für diese Aufgabe speziell aus- und fortgebildet. Sie reisen in den zur Verfügung gestellten Dienstfahrzeugen nach Griechenland und werden dort heute eintreffen. Der Einsatz ist zunächst bis zum Ende des Jahres geplant. Es handelt sich um den ersten Einsatz von Soforteinsatzteams für Grenzsicherungszwecke (sog. „Rapid Border Intervention Teams“, RABIT).

Aufgrund dieses 2007 unter deutscher Ratspräsidentschaft geschaffenen FRONTEX-Instruments haben die EU-Mitgliedstaaten einen Personalpool von rund 690 Grenzschutzbeamten geschaffen, den sie im Bedarfsfall FRONTEX zur Verfügung stellen. Deutschland verfügt für diesen Zweck insgesamt über 50 speziell geschulte Polizeivollzugsbeamte der Bundespolizei.