„Mehr Unterstützung für Opfer von Straftaten“

4. November 2010 | Themenbereich: Justiz, Niedersachsen | Drucken

Das Jahr 2011 soll in Niedersachsen ein „Jahr der Opferhilfe“ werden. Das hat das Kuratorium der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen  in Hannover beschlossen. „Im Jahr des 10jährigen Bestehens der Stiftung wollen wir das Bewusstsein dafür fördern, dass Opfern von Straftaten die notwendige Unterstützung zuteil wird, um die durch die Straftat erlittenen körperlichen, psychischen oder materiellen Schäden kompensieren zu können“, sagte der Kuratoriumsvorsitzende Prof. Dr. Bernhard Weiner. Dafür trügen alle in dieser Gesellschaft Verantwortung. Erstmals nahm auch die neue Schirmherrin der Stiftung, Dunja McAllister, an einer Kuratoriumssitzung teil.

Zuvor war Weiner, Opferanwalt aus Meppen, in seinem Amt als Vorsitzender des Kuratoriums bestätigt worden. Als seine Stellvertreterin ebenfalls wiedergewählt wurde die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Dr. Uta-Maria Sechtig aus Holle. Dem Stiftungskuratorium gehören außerdem Justizminister Bernd Busemann, der Landesvorsitzende des Weißen Rings e.V., Leitender Kriminaldirektor Rainer Bruckert, und Prof. Dr. Ute Ingrid Haas an, die an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel Kriminologie und Viktimologie lehrt. Weitere Kuratoriumsmitglieder sind für die Fraktionen im Niedersächsischen Landtag die Abgeordneten Gisela Konrath (CDU), Roland Riese (FDP), Hans-Dieter Haase (SPD) und Helge Limburg (Bündnis 90/Die Grünen). Für die bislang nicht vertretene Fraktion „Die Linke“ wurde Hans-Henning Adler neu hinzu gewählt.

Mit zahlreichen Veranstaltungen an allen 11 Standorten von Opferhilfebüros soll im Jubiläumsjahr mehr öffentliche Aufmerksamkeit für das Anliegen der Stiftung und die Unterstützung von Opfern gewonnen werden. „Geplant sind Ausstellungen und Theateraufführungen, aber auch Fachvorträge“, erläuterte Dunja McAllister. Zukunftsvisionen für die Weiterentwicklung der Opferhilfearbeit aufzeigen und den Austausch aller, die mit der Beratung und Betreuung von Opfern zu tun haben, fördern, soll nach Angaben Weiners ein Opferhilfekongress, der für den September des nächsten Jahres geplant sei.