Die Mär von einer sinnvollen Polizeireform

1. November 2010 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass wenn zwei das Gleiche tun, dies nicht das Gleiche ist. • Ein satirischer Kommentar des BDK-Landesvorstand zur Polizeireform in Mecklenburg-Vorpommern. Es waren einmal zwei Nachbarländer – nennen wir sie Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Beide waren eng miteinander verbunden und tauschten in der Vergangenheit so manchen polizeilichen Vorgesetzten und so manche Idee aus.

Nun beschloss die Obrigkeit in Mecklenburg-Vorpommern, dass es wieder einmal Zeit wäre für eine Polizeireform. Denn die Untertanen sollen sich ja sicherer fühlen und die letzte Polizeireform sei schon viele Jahre her und es würde viel Geld gespart und die Strukturen gestrafft und alles würde besser werden als zuvor….

Und so kam es, dass die Obrigkeit in Mecklenburg-Vorpommern ein Gesetz erließ, wonach die 5 Polizeidirektionen abgeschafft werden, um dafür 2 Polizeipräsidien einzurichten. Als Gründe wurden die mageren Staatsfinanzen, gestraffte Strukturen und eine bessere Funktionalität der Landespolizei genannt.

Brandenburg geht einen ganz anderen Weg. Dort werden 2 Polizeipräsidien abgeschafft, um 6 Polizeidirektionen einzurichten. Als Gründe wurden die mageren Staatsfinanzen, gestraffte Strukturen und eine bessere Funktionalität der Landespolizei genannt.

Die Untertanen erfuhren nichts von den Reformen im Nachbarland und die Obrigkeit machte ihnen Glauben, dass die Reform als solche ja kein Geld koste, sinnvoll und notwendig sei.

Und so fügten sie sich in ihr Schicksal und glaubten forthin an das Gute der Reform.
Und wenn sie nicht gestorben sind, reformieren sie in ein paar Jahren wieder von vorn, denn vom Nachbarland lernen, heißt siegen lernen ???.