„Mehr Respekt vor den Opfern von Straftaten“

28. Oktober 2010 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Niedersachsen | Drucken

Dunja McAllister ist jetzt Schirmherrin der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen. Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Justizminister Bernd Busemann enthüllte die Ehefrau des Niedersächsischen Ministerpräsidenten am Mittwoch (27.10.2010) in Hannover ein Plakat für die aktuelle Kampagne der Stiftung: „Respekt kommt an. Helfen Sie mit!“.

„Wir wollen das Bewusstsein für einen respektvollen Umgang mit Opfern von Straftaten schärfen“, sagte Dunja McAllister. Das sei zunächst ganz allgemein ein Appell an die Menschlichkeit im alltäglichen Verhalten. „Die Aufforderung wendet sich aber auch an alle, die mit Opfern von Straftaten zu tun haben: Ärzte, Polizisten, Staatsanwälte, Richter, Rechtsanwälte, Behördenmitarbeiter oder auch Medienvertreter. Alle sind aufgerufen, ihren Teil dazu beizutragen, dass die Opfer von Straftaten die ihnen gebührende Anerkennung in der Gesellschaft erfahren“, so die Schirmherrin der Stiftung Opferhilfe. Der Schutz der Opfer von Straftaten und der angemessene, und vor allem respektvolle Umgang mit ihnen sei ihr persönlich ein ganz wichtiges Anliegen. Viel zu oft fänden Opfer von Straftaten nicht die richtige Beachtung. Ihre Ängste und Sorgen würden häufig nicht in dem Maße berücksichtigt, wie dies erforderlich wäre. Deshalb sei sie der Bitte des Vorstands der Stiftung sehr gern nachgekommen und wolle deren Arbeit künftig unterstützen.

„Die Stiftung Opferhilfe unterhält flächendeckend an 11 Standorten im ganzen Land Opferhilfebüros. Sie leistet unbürokratisch, kompetent und professionell Hilfe“, hob Justizminister Busemann hervor. „In unseren Opferhilfebüros werden Opfer von Straftaten von qualifizierten Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern beraten und betreut. Seit dem Bestehen der Stiftung wurden über 11.000 Menschen betreut“, erläuterte Busemann. Die Stiftung leiste auch finanzielle Hilfen, die über den gesetzlichen Rahmen hinausgehen könnten. Jährlich würden jeweils zwischen 200.000 und 300.000 Euro an Opfer von Straftaten ausgezahlt. „Noch wichtiger als die finanzielle Hilfe ist aber in vielen Fällen die menschliche Betreuung und Unterstützung. Hier bewährt es sich, dass sich die hauptamtlichen Opferhelferinnen und Opferhelfer Zeit für die Opfer nehmen und auf deren Bedürfnisse eingehen können“, sagte Busemann. Die Stiftung Opferhilfe werde ihre Arbeit auch zukünftig weiter ausbauen. So sei beispielsweise beabsichtigt, ein Angebot an psychosozialer Prozessbegleitung für die Opfer von Straftaten zu entwickeln und umzusetzen.

„Ich bin sehr dankbar, dass wir mit der Gattin unseres Ministerpräsidenten, Dunja McAllister, nun eine so engagierte Unterstützung der Arbeit der Stiftung Opferhilfe haben. Das wird den Gedanken der Opferhilfe noch stärker in die Öffentlichkeit tragen, die Stiftung bekannter machen und ihr so noch einmal zusätzlichen Auftrieb geben“, so Busemann abschließend.