100. Notinsel eröffnet

27. Oktober 2010 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Am 28.10.2010 um 12.00 Uhr wird Frank Balzer, Bezirksbürgermeister von Reinickendorf, gemeinsam mit dem Hotelmanagement und Kindern aus der Nachbarschaft die 100. Notinsel im Bezirk Reinickendorf eröffnen. Die Begrüßung und Moderation erfolgt durch Bodo Pfalzgraf, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Berlin.

Im Jahr 2002 wurde das Projekt Notinsel von der Stiftung Hänsel+Gretel aus Karlsruhe ins Leben gerufen. Es will Einzelhandelsgeschäfte, Banken, Apotheken usw. als Notinseln vernetzen und damit eine Möglichkeit schaffen, Kindern in Notsituationen Fluchtpunkte aufzuzeigen, in denen sie Hilfe und Ansprechpartner finden.

Jedes Notinsel-Partnergeschäft unterschreibt eine Selbstverpflichtung und wird durch einen Notinsel-Aufkleber sichtbar als Notinsel gekennzeichnet.
Dieser Aufkleber signalisiert Kindern: „Wo wir sind, bist Du sicher“ und nimmt ihnen die Hemmung, sich in einer Notsituation in ein Geschäft zu flüchten.

Mittlerweile gibt es Notinseln in über 160 Städten bzw. Standorten in Deutschland mit ca. 15.000 Notinseln, damit ist es das bundesweit größte und erfolgreichste Projekt dieser Art.
In Berlin haben sich bereits über 400 Geschäfte als Notinseln diesem Projekt angeschlossen.
In Reinickendorf startete das Projekt 2007 und wird seit einiger Zeit durch die BBJ Servis gGmbH als Träger kommunaler Beschäftigung mit einem hoch motivierten Team unterstützt.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft, Landesverband Berlin, ist Partner der Stiftung Hänsel+Gretel und für die Umsetzung des Projekts Notinsel in Berlin verantwortlich. Sie ist für die Einrichtung und Betreuung eines Netzes von Notinseln zuständig. Notinseln gibt es bereits in den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Neukölln, Mitte, Tempelhof-Schöneberg, Köpenick, Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf und Reinickendorf.