Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der Polizei

25. Oktober 2010 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat die heute von Innenminister Ralf Jäger (SPD) in Kraft gesetzte Dienstvereinbarung für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der Polizei ausdrücklich begrüßt. „Mit dem Start des Gesundheitsmanagements bei der Polizei übernimmt der neue Innenminister Verantwortung für die Senkung des viel zu hohen Krankenstands bei der Polizei“, sagte der nordrhein-westfälische GdP-Vorsitzende Frank Richter. „Damit sind endlich die Zeiten vorbei, in denen ein Innenminister versucht, die Probleme bei der Polizei dadurch zu lösen, dass er die Augen vor der Realität verschließt“, ergänzte Richter.
Wegen der hohen Arbeitsbelastung und der gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen sind in NRW jedes Jahr mehr als 7.500 der 45.000 Beschäftigten bei der Polizei sechs Wochen oder länger krank. Die GdP hat deshalb in den vergangenen Jahren immer wieder die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements gefordert. „In der neue Dienstvereinbarung sind viele Forderungen der GdP aufgegriffen worden. Das gibt uns die Chance, dass der viel zu hohe Krankenstand bei der Polizei endlich sinkt“, sagte der GdP-Vorsitzende. „Davon profitieren nicht nur unsere Kolleginnen und Kollegen, sondern auch die Bürger.“ Nach Berechnungen der GdP stehen bei einer Reduzierung des Krankenstandes bei der Polizei um nur einen Prozent jeden Tag 400 Polizisten mehr für den aktiven Dienst zur Verfügung.

Positiv bewertet die GdP auch den heute von Innenminister Ralf Jäger öffentlich vorgestellten neuen Sporterlass. „Die GdP hat lange dafür gekämpft, dass regelmäßiges Sporttraining zum Dienstalltag von Polizisten mit dazu gehört. Der neue Sporterlass schafft endlich die Bedingungen dafür, dass die Polizisten etwas für den Erhalt ihrer eigenen sportlichen Leistungsfähigkeit und ihrer Gesundheit tun können“, sagte Richter.