Grundsteinlegung für neues Justizgebäude in Hof

22. Oktober 2010 | Themenbereich: Bayern, Justiz | Drucken

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk hat gerstern in Hof gemeinsam mit Vertretern der örtlichen Justiz und des Staatlichen Bauamts den Grundstein für das neue Justizgebäude am Berliner Platz in Hof gelegt. Ihre drei Hammerschläge begleitete sie mit den Worten: „Das Haus gedeihe mit dem Segen Gottes, mit dem Fleiß seiner Erbauer, zum Wohle unseres Landes.“ Der Neubau war nötig geworden, nachdem Untersuchungen ergeben hatten, dass das bestehende Justizhochhaus wirtschaftlich nicht mehr sanierungsfähig ist. Merk: „Das neue Gebäude wird einen markanten städtebaulichen Akzent entlang der Ernst-Reuter-Straße setzen. Die bereits veröffentlichten Fassadenentwürfe versprechen einen wahren architektonischen Blickfang.“

Das Bauvorhaben soll in mehreren Teilabschnitten verwirklicht werden. In einem ersten Abschnitt wird der Teil des Neubaus errichtet, der dem Landgericht und dem Amtsgericht als neues Bürogebäude dienen soll. Um die Kosten für die vorübergehende Auslagerung des Justizbetriebes so gering wie möglich zu halten, wird erst danach das Hochhaus abgerissen und sodann der Teil des Neubaus erstellt, den die Staatsanwaltschaft beziehen wird. In einem weiteren Bauabschnitt wird der bestehen bleibende Sitzungssaalbau saniert und auf einen zeitgemäßen Stand gebracht. Über einen Verbindungsgang soll er an den Bürokomplex angebunden werden.

Merk kündigte an, dass die aktuellen Sparzwänge wegen der angespannten Haushaltslage das Projekt zwar noch verzögern, aber keinesfalls mehr verhindern könnten: „An dem Vorhaben als solches wird nicht mehr gerüttelt.“ Nach derzeitiger Planung soll das Gesamtvorhaben im Jahr 2017 abgeschlossen sein. Wenn dem Justizressort in den kommenden Jahren allerdings weniger Mittel für große Baumaßnahmen zur Verfügung stehen sollten, würde dies die Bauausführung verlangsamen.