Innenminister dankt Einsatzkräften beim Helferfest Elbe-Elster

17. Oktober 2010 | Themenbereich: Brandenburg, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Innenminister Dr. Dietmar Woidke hat den zahlreichen Helfern für ihren Einsatz während der jüngsten Hochwasserwelle gedankt. „Der gemeinsame Kampf gegen das Hochwasser an Neiße und Spree, vor allem aber an der Schwarzen Elster und ihren Zuflüssen hat gezeigt, dass die Brandenburgerinnen und Brandenburger in der Not solidarisch zusammenstehen“, sagte Woidke am Samstag beim Helferfest Elbe-Elster im Ortsteil München der Stadt Uebigau-Wahrenbrück. Dieses positive Fazit stellt er auch an den Anfang eines Dankschreibens an alle Einsatzkräfte der Hochwassertage.

Der Einsatz tausender Helfer und Bürger sowie die professionelle Arbeit der Stäbe auf Landes- und Kreisebene und unsere Polizei hätten die Hochwasserregionen vor größeren Schäden bewahrt, betonte Woidke. „Mein Dank gilt den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks und der Hilfsorganisationen sowie den Soldaten der Bundeswehr, die dafür gesorgt haben, dass die Deiche hielten. Sie haben erneut gezeigt, dass auf sie im Ernstfall Verlass ist.“ Er erinnerte daran, dass nicht nur Kräfte aus verschiedenen Teilen Brandenburgs, sondern auch aus Berlin und Sachsen-Anhalt an den Flüssen im Einsatz waren.

Ein besonderer Dank des Ministers galt den Kameraden der Feuerwehr der Woiwodschaft Lubuskie (Lebuser Land). „Sie haben mit ihren Hochleistungspumpen nicht nur wertvolle Hilfe an der Schwarzen Elster geleistet. Sie haben damit auch ein Zeichen grenzüberschreitender Solidarität und guter Nachbarschaft gesetzt. Wir danken ihnen, dass sie da waren, als wir sie brauchten“, sagte Woidke.

Als „großartig und bemerkenswert“ bezeichnete er das Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger, die im Landkreis Elbe-Elster Hand in Hand mit den Einsatzkräften gegen die Wassermassen kämpften. „Hunderte Männer und Frauen haben täglich zugefasst, wo es nötig war. Sie haben den Schutz ihrer Heimat als ihr unmittelbares Anliegen begriffen und gehandelt. Besonders gefreut hat es mich, viele junge Leute zu sehen, die mit angefasst haben.“

Woidke verwies in diesem Zusammenhang auch auf die besondere Bedeutung des Landeskatastrophenschutzlagers in Beeskow (Landkreis Oder-Spree). „Die zentrale Lagerung großer Materialmengen für Katastrophenfälle aller Art war eine wichtige Voraussetzung für die sofortige Handlungsfähigkeit“, betonte der Minister. Während des Hochwassereinsatzes waren von dort rund 1,2 Millionen Sandsäcke, 205 Netzcontainer und 560 weitere Hubschrauber-Außenlastbehälter für Sandsäcke, eine Sandsackfüllmaschine, 300 Feldbetten sowie weitere Materialien zur Hochwasserbekämpfung in die betroffenen Regionen gebracht worden. Die Materiallieferungen waren ebenso wie der Einsatz von Hilfskräften, die nicht aus den Hochwassergebieten kamen, durch den Landeskatastrophenschutzstab koordiniert worden.