Deutschland lädt russische Feuerwehrleute ein

11. Oktober 2010 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Auf Einladung des Bundesministers des Innern werden 30 russische Feuerwehrleute im Oktober für zwei
Wochen nach Deutschland reisen, um sich von den Strapazen der Bekämpfung der Waldbrände in der
Russischen Föderation zu erholen. Die einladende Geste ist ein Zeichen für die besonderen
nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen der Russischen Föderation und Deutschland.
Die 30 Angehörigen des russischen Ministeriums für Notfallsituationen (EMERCOM) werden vom
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und dem Deutschen Feuerwehrverband
(DFV) betreut. Der Aufenthalt vom 9. bis 23. Oktober, der im Feuerwehr-Gästehaus „St. Florian“ in
Bayerisch Gmain in Bayern geplant ist, dient neben der Regeneration der Feuerwehrleute auch dem
fachlichen Informations- und Erfahrungsaustausch mit deutschen Experten.

Mit Russland besteht seit 1994 ein bilaterales Hilfeleistungsabkommen über die gegenseitige Hilfe
bei Katastrophen oder schweren Unglücksfällen. Es umfasst eine intensive Zusammenarbeit im
Katastrophenschutz, in die auf deutscher Seite neben dem BMI auch das BBK und die Bundesanstalt
Technisches Hilfswerk (THW) eingebunden sind.

Bei den Waldbränden im Sommer hatte Deutschland die Russische Föderation mit Atemschutz- und
Staubschutzmasken, Tragkraftspritzen und Saug- und Druckschläuchen wirkungsvoll unterstützt.