Brandkatastrophe vor Fehmarn

11. Oktober 2010 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Bei dem Schiffsunglück vor Fehmarn hat die Bundespolizei mehr als 120 Passagiere der brennenden Fähre „Lisco Gloria“ gerettet. Die Besatzung des Bundespolizei-Schiffs“Neustrelitz“ hatte kurz nach Mitternacht den Notruf der Fähre empfangen und sofort das Unglücksschiff angesteuert.

Ein Teil der Passagiere hatte die brennende Fähre bereits verlassen und trieb in Rettungsbooten auf der Ostsee. Die Besatzung der „Neustrelitz“ nahm die Passagiere an Bord und versorgte sie mit Decken und warmen Getränken. Anschließend wurden sie zur in der Nähe befindlichen Fehmarnbelt-Fähre „Deutschland“ gebracht.

„Einige der Passagiere standen unter Schock. Wir konnten sie jedoch beruhigen und erklären, dass sie nun in Sicherheit sind“ berichtete die Kommandantin der „Neustrelitz“ Polizeihauptkommissarin Birgit Thärichen.

Neben der „Neustrelitz“ war auch ein Spezialhubschrauber der Bundespolizei im Einsatz. Er unterstützt die Brandbekämpfung vor Ort. Die Gesamteinsatzleitung übernahm das Havariekommando in Cuxhaven.

„Nur durch das schnelle Zusammenwirken aller Einsatzkräfte konnte hier eine größere Katastrophe verhindert werden“, so der Präsident des Bundespolizeipräsidiums Matthias Seeger. „Ich danke der Besatzung der „Neustrelitz“ und allen anderen Helfern für ihren schnellen und beherzten Einsatz.“