Polizeistiftung NRW

10. Oktober 2010 | Themenbereich: Aktuell | Drucken

Warum brauchen unsere Helfer Hilfe in der Not?
An das Gute glauben nur die Wenigen, die es üben.

Frauen und Männer im Polizeidienst halten täglich ihren Kopf hin, für den demokratischen Rechtsstaat, zur Sicherung des Inneren Friedens. Sie schützen die Freiheitssphäre jeden Bürgers und gewährleisten damit die Innere Sicherheit.
Der Polizeiberuf ist nicht ungefährlich und immer wieder mit hohen Risiken verbunden

Der Alltag der Polizei birgt auf die unterschiedlichste Weise konkrete und latente Gewaltsituationen. Polizistinnen und Polizisten werden täglich durch sehr häufig wechselnde und von ihrer Struktur her verschiedenartige Situationen belastet.
Vorhandene Konfliktmomente potenzieren sich, die Situation eskaliert. Mehr als 100 Polizisten wurden seit Kriegsende in Nordrhein-Westfalen durch Rechtsbrecher getötet. Rund 400 Polizisten wurden bei Dienstunfällen getötet bzw. erlitten so schwere Gesundheitsschäden, dass sie aus dem Dienst ausscheiden mussten.
Es ist oft das brutale, unvorhersehbare Ereignis, das zu folgenschwerer Not führt. Man kann nur erahnen, was es für Angehörige bedeutet, wenn die Mutter, der Vater, die Ehefrau, der Ehemann oder der Lebenspartner aus dem Dienst nicht mehr nach Hause kommt bzw. im Dienst schwere Gesundheitsschäden erleidet

Hier kann das Versorgungsrecht oft nicht ausreichend helfen.

In dieser Situation zumindest finanziell zu helfen, hat sich die Nordrheinwestfälische Polizeistiftung zur Aufgabe gemacht. Die Polizeistiftung NRW will rasch und unbürokratisch helfen, wo Polizeibeamtinnen und -beamte bzw. deren Familien unverschuldet infolge des Dienstes in eine erhebliche Notlage geraten sind.

Es war das private Engagement zweier Politiker:

  • Klaus Lennartz
  • MdL Edgar Moron

das am 14. April 1997 zur Gründung der Polizeistiftung NRW führte. Sie finanziert sich durch Spenden und Bußgeldzuweisungen. Hilfen gehen immer direkt an die betroffenen Polizeibeamtinnen und Beamten bzw. ihre Angehörigen.

Bisherige Hilfen:

  • Unterstützung beim Kauf von Hilfsmitteln für Menschen mit Behinderungen
  • Ausbildungsversicherungen für Kinder getöteter Kolleginnen und Kollegen
  • Rentenversicherungen für Lebenspartner getöteter Kolleginnen und Kollegen
  • Unterstützung bei außerordentlichen Aufwendungen

Seit der Gründung der Polizeistiftung NRW konnte also bereits mehrfach geholfen und zumindest die finanzielle Not gelindert werden. Um diese Hilfe aber regelmäßig und ausreichend Betroffenen zukommen lassen zu können, bedarf es noch gewaltiger Anstrengungen, um hierfür das notwendige Stiftungskapital ausreichend zur Verfügung zu haben.

Hier bitten wir Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger ,um ein Zeichen der Solidarität. Für Ihre Spende sagen wir bereits jetzt herzlichen Dank.

Die Gewalt gegen Polizeibeschäftigte und Einrichtungen der Polizei eskaliert. Sei es am Rande von Fußballspielen, Einsätzen rund um den 1. Mai, im Alltagseinsatz.

Der Feind ist der Staat – An Beispielen ist kein Mangel

Die Gewalt gegen Polizeibeschäftigte und Einrichtungen der Polizei eskaliert. Sei es am Rande von Fußballspielen, Einsätzen rund um den 1. Mai, im Alltagseinsatz.

Wer z.B. Fan-Streit vortäuscht und vor den Fußballspielen Mülltonnen mit Pflastersteinen und Zaunlatten füllt und dann Polizeibeamte gezielt in einen Hinterhalt lockt, handelt respektlos gegen unseren Staat und seine Vertreter.

Auch bei Anschlägen in Berlin und Hamburg am ersten Dezemberwochenende entstand erheblicher Sachschaden. Verletzt wurde (dieses Mal) Gott sei Dank niemand. Die Gewalt gegen Beamte und Einrichtungen der Polizei eskaliert. Nach Angaben der Gewerkschaften in der Polizei hat die Zahl von Widerständen gegen die Staatsgewalt in den vergangenen 10 Jahren um 30 % zugenommen. Allein 2008 wurden bundesweit ca. 28.000 Fälle registriert.

Wenn man ein Polizeiauto zerstört droht eine Haft von bis zu fünf Jahren, bei Gewalt gegen Polizisten aber meist weniger. Es ist einfallslos nur nach verschärften Gesetzen zu rufen, aber die Politik muss die zunehmende Gewaltspirale ernst nehmen.

Die Polizeistiftung NRW begrüßt es, dass das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen in einem Gutachten dokumentieren will, warum, wo und wie Polizisten in den vergangenen Jahren Opfer von Gewalt geworden sind.

Sind es doch die Auswirkungen derartiger Gewalttaten, wo Polizistinnen und Polizisten oder auch alle sonstigen Polizeibeschäftigten Hilfe der Polizeistiftung NRW benötigen.
Unbürokratisch und auch zeitnah bietet die Polizeistiftung NRW hier ihre Hilfe an. Über die Personalvertretungen der Kreispolizeibehörden wird schnell der Kontakt hergestellt, um den Geschädigten wirksam helfen zu können.

Gewalt gibt es im polizeilichen Alltag in vielerlei Hinsicht. Die Polizei muss sich immer stärker bei Einsätzen auf die Eigensicherung konzentrieren, Unbeteiligte mischen sich bei Personenkontrollen oder Festnahmen ein oder verbünden sich gegen die Polizei.
Wir dürfen es nicht zulassen, dass Parallelwelten in unseren Städten zunehmen oder Angsträume entstehen. Migrationspolitiker mögen derartige Beschreibungen nicht. Polizisten finden in ihrem Alltag keine anderen Worte mehr.

Wieder einmal haben Politiker dieses Problem diskutiert, hoffentlich folgen nun Maßnahmen, um die Gewalt zu stoppen, auf der Straße, in der U-Bahn und den Fußball-Stadien.

Quelle: Plizeistiftun NRW