Bei Gigalinern setzen sich die Sachargumente durch

8. Oktober 2010 | Themenbereich: Verkehr | Drucken

Anlässlich der heutigen Entscheidung der Landesverkehrsminister bundesweite Gigaliner Feldversuche abzulehnen, erklären der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Uwe Beckmeyer und die zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion Kirsten Lühmann: Wir begrüßen die Entscheidung der Verkehrsminister auf der heutigen Verkehrsministerkonferenz, den bundesweiten Feldversuchen mit Gigaliner eine Absage zu erteilen.

Die Mehrheit der Bundesländer lehnt diese Testfahrten ab – und das ist auch gut so. Damit hat sich bei den Bundesländern die Vernunft durchgesetzt. Was man von Bundesminister Peter Ramsauer nicht sagen kann. Er hat trotz dieses deutlichen Votums bereits angekündigt, an den unsinnigen Feldversuchen festzuhalten und eine Arbeitsgruppe im Ministerium zu gründen, die zum Ziel hat, das Projekt vorzubereiten. Die generelle Euphorie der Bundesregierung für Gigaliner führt in eine verkehrs- und umweltpolitische Sackgasse.

Gigaliner sind keine adäquate Lösung, das zu erwartende erhöhte Verkehrsaufkommen in den Griff zu bekommen. Die bereits in einigen Bundesländern angelaufenen Testfahrten mit Gigaliner müssen gestoppt werden. Statt dessen müssen mehr Güter auf die Schiene oder das Wasser verlagert werden.