Fachhochschule stellt auf Bachelorstudium um

30. September 2010 | Themenbereich: Sachsen | Drucken

137 Absolventinnen und Absolventen der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) haben ihre Laufbahnausbildung zum gehobenen Polizeivollzugsdienst erfolgreich abgeschlossen. Sie wurden heute Vormittag in Dresden zu Kommissaren ernannt.

Innenminister Markus Ulbig: „Sachsen gehört seit Jahren zu den sichersten Bundesländern. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Die Polizei gewährleistet diese Sicherheit und Ordnung. Neben den erfahrenen Kräften brauchen wir auch jüngere Leute, die sich im Polizeidienst einbringen. Unseren frischgebackenen Absolventen wünsche ich alles Gute für ihren weiteren Berufs- und Lebensweg.“

Zukünftig werden die Absolventinnen und Absolventen als Streifenführer im Revier bzw. Gruppenführer bei der Bereitschaftspolizei, Sachbearbeiter in den Kriminalpolizeiinspektionen und anderen verantwortungsvollen Führungsfunktionen tätig sein.

Das Fachhochschulstudium dauert insgesamt drei Jahre. Neben einer fachtheoretischen Ausbildung sind Praktika in den Dienststellen enthalten und auch im Ausland möglich. Eine Besonderheit ist die obligatorische Sprachausbildung in Englisch, Russisch, Polnisch oder Tschechisch.

Die Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) wurde 1994 gegründet. Mit dem 14. Studienjahrgang haben bislang 1.565 Beamtinnen und Beamte das Studium mit Erfolg absolviert.

Am 1. Oktober 2010 wird der Bachelorstudiengang an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) in Rothenburg eingeführt. Der neue Studiengang vereint fachtheoretische und praktische Elemente. Ein Drittel der Studienzeit ist – wie bisher – für Praktika vorgesehen. Daneben soll aber auch Methodenwissen und die Fähigkeit zu wissenschaftlicher Arbeit vermittelt werden. Der Bologna-Prozess verzahnt das Studium noch enger mit der polizeilichen Praxis. Gleichzeitig rückt es näher heran an die wissenschaftlichen Anforderungen moderner Erwachsenenbildung.