Harte Strafen sind starkes Signal für Zivilcourage

7. September 2010 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Als „starkes Signal für die Zivilcourage” hat der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, das gestern gesprochene Urteil gegen die sogenannten S-Bahn-Mörder von München-Solln bezeichnet. Konrad Freiberg: „Der Richter tat gut daran, ein hartes Strafmaß für den Mord an Dominik Brunner zu verhängen. Die Justiz verdeutlicht damit, dass Gewalt in unserer Gesellschaft geächtet ist und keine Toleranz finden darf.” Freiberg brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass das Urteil Menschen ermutige, weiterhin Zivilcourage zu zeigen und Gewalt nicht tatenlos zuzusehen.
Im Bereich der Gewaltdelikte müsse, so Freiberg weiter, das bewährte Prinzip des „Wehret den Anfängen” gelten. Kleinere Gewaltdelikte sollten daher nicht mehr so häufig aus Gründen der Geringfügigkeit eingestellt werden. Der GdP-Vorsitzende: „Es liegt doch auf der Hand, dass ein Gewalttäter seine unrechte Handlung nicht zu erkennen vermag, wenn sich die prinzipiell nötige Bestrafung mit einer routinierten Regelmäßigkeit im Akten-Nirwana verliert. Da läuft doch schon im Grundsatz etwas falsch.”

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