Kinder brauchen größere Lobby

3. September 2010 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Sachsen-Anhalt | Drucken

„Kinder haben in unserer Gesellschaft keine ausreichende Lobby. Die gerade verabschiedeten Sparpläne der Bundesregierung in Milliardenhöhe sehen auch Streichungen im Sozialbereich vor. Das bedeutet: Familien, bei denen die Haushaltskasse oft sowieso nur dürftig gefüllt ist, haben künftig noch weniger Geld zu Verfügung. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf die Kinder und benachteiligt gerade diejenigen, die ohnehin schon wenig haben”, sagt Justizministerin Prof. Dr. Angela Kolb anlässlich einer Veranstaltung des Kinderschutzbundes Sachsen-Anhalt. „Kinder brauchen einklagbare Rechte damit ihr tatsächlicher Bedarf für eine bestmögliche Entwicklung gesichert ist. Das bedeutet auch einen diskriminierungsfreien Zugang zu Bildung und soziokultureller Teilhabe.”

Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB), Landesverband Sachsen-Anhalt, startet am morgigen Samstag, dem 4. September 2010, in der Lutherstadt Eisleben eine Veranstaltungsreihe, bei der in loser Folge gemeinsam mit interessierten Bürgern brisante Themen rund um Kinder und Familie diskutiert werden sollen. Die Auftaktveranstaltung zu „Scheidungskindern” findet im Mehrgenerationenhaus „Sternschnuppe” des DKSB Kreisverbandes Mansfeld-Südharz e.V. statt. Ministerin Kolb wird teilnehmen und aus juristischer Sicht in das Thema „Kinder? Rechte! – Kinder in Trennungs- und Scheidungs-Konflikten unter besonderer Berücksichtigung der Arbeit von Verfahrenspflegern” einführen.

Auf einen Blick

Mehrgenerationenhaus „Sternschnuppe”

des DKSB Kreisverbandes Mansfeld-Südharz e.V.

Pestalozzistr. 31

06295 Lutherstadt Eisleben

Veranstaltungsbeginn 10 Uhr, Ende gegen 12 Uhr

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