“Löschen statt Sperren” funktioniert!
1. September 2010 | Themenbereich: FdP, Parteien | DruckenZur heutigen Pressekonferenz des Verbandes der Internetwirtschaft e.V. eco mit der Halbjahresbilanz zur Löschpraxis von Internetseiten mit der Darstellung von Kindesmissbrauch erklärt der Experte für Neue Medien der FDP-Bundestagsfraktion Sebastian BLUMENTHAL: Die heute von eco vorgestellte Halbjahresbilanz zeigt eine deutliche Verbesserung bei der Löschpraxis von Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalten. Die FDP-Bundestagsfraktion sieht sich damit bestätigt, dass der im Koalitionsvertrag fixierte Weg des Ansatzes “Löschen statt Sperren” erfolgreich bei der Bekämpfung der Verbreitung von Kinderpornografie ist. Mit dem Löschen der problematischen Seiten wird erreicht, dass die betreffenden Inhalte nach der Methode notice and takedown auch wirklich aus dem Netz verschwinden.
Dies zeigt erneut den Vorteil gegenüber dem Ansatz des alten Zugangserschwernisgesetzes, lediglich Warnhinweise, die technisch leicht zu umgehen sind und die eigentliche Quelle der Darstellung von Kindesmissbrauch in Form von Bildern oder Filmen nicht nachhaltig entfernen können, anzuzeigen. Die deutlich gestiegene Löschquote von 98 Prozent innerhalb einer Woche nach Meldung im Zuständigkeitsbereich von eco dokumentiert das erfolgreiche Engagement der deutschen Provider und der nationalen Beschwerdestelle der Internetwirtschaft.
Die Kooperation und internationale Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen unter dem Dachverband Inhope muss jetzt weiter optimiert werden, um auch die Reaktionszeit unter Verantwortung ausländischer Provider zu verbessern. Mit den aktuellen Zahlen werden auch die kürzlich erhobenen Vorwürfe des BKA widerlegt, die Löschpraxis wirke nicht. Die FDP- Bundestagsfraktion wird sich weiter für den Grundsatz “Löschen statt Sperren” einsetzen.


