Das kleine Zebra auf dem Schulweg
24. August 2010 | Themenbereich: Schleswig-Holstein, Verkehr | DruckenErwartungsvoll mit Schultüte und neuem Ranzen folgten am 24. August 65 Schulanfänger in der Grundschule Wellsee der Einschulungsveranstaltung und hatten anschließend die erste Unterrichtsstunde ihres Schullebens. Dabei machten sie die Bekanntschaft mit dem „kleinen Zebra auf dem Schulweg” – ein Verkehrserzieher im Zebrakostüm stimmte sie auf die Verkehrserziehung in der Schule ein. Das Zebra steht als Symbol für die Verkehrssicherheits-Aktion: Spielerisch werden die Kinder mit typischen Verkehrssituationen konfrontiert und richtiges Verhalten wird wie nebenbei erlernt. Die neuen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer der Erstklässler wurden bereits vor den Sommerferien in Fortbildungsveranstaltungen mit dem Material vertraut gemacht.
An der zentralen Einschulungsveranstaltung in Wellsee nahm Staatsekretärin Dr. Tamara Zieschang aus dem Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr teil, das die Einschulungsaktion der Landesverkehrswacht im Rahmen der Landekampagne „Sicher kommt an” fördert. Sie dankte der Landesverkehrswacht und allen Beteiligten für ihr großes Engagement. „”Wichtig ist, dass die Erstklässler mit dem kleinen Zebra spielerisch lernen, wie sie sich richtig kleiden, wie sie gefahrlos die Straße überqueren und sich richtig im Auto oder Schulbus verhalten”", betonte Zieschang.
Stellvertretend für alle Schulanfänger in Schleswig-Holstein erhielten die Erstklässler in Wellsee die Verkehrserziehungsmaterialien „Das kleine Zebra auf dem Schulweg” während der feierlichen Einschulungsveranstaltung von Lothar Lamb, Präsident der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein überreicht. Bereits vor den Sommerferien an die Eltern der Schulanfänger ausgegeben wurde die zugehörige Elternbroschüre „Weil Kinder keine Bremse haben”, die den Eltern wertvolle Tipps und Hilfen für einen sicheren Schulweg ihrer Kinder gibt.
Für rund 24.000 Schulanfänger beginnt in diesen Tagen in Schleswig-Holstein mit der Schulzeit der Ernst des Lebens. Die kleinen Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger und bewegen sich noch unsicher im Straßenverkehr. Sie können Entfernung und Geschwindigkeit eines Fahrzeugs nicht richtig einschätzen. Sie sind leicht zu übersehen und können selbst nicht über parkende Autos hinwegschauen. Zudem lassen sich Kinder leicht ablenken.
Trotz aller Gefahren ist es jedoch wichtig, dass Kinder lernen, den Weg zur Schule oder nachmittags zu Freunden selbst zu bewältigen. Denn jeder selbst gemeisterte Weg bringt wichtige Erfahrungen mit sich und schult das eigene Verkehrsverhalten. Um Gefahren vorzubeugen, sollten Eltern bereits vor der Einschulung mit ihrem Nachwuchs das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben.
„”Spätestens wenn die Kinder in die Schule kommen, müssen auch die Eltern ihre Hausaufgaben machen: Der sicherste Weg zur Grundschule sollte schon vorher gemeinsam mit dem Kind festgelegt und bereits vor der Einschulung eingeübt werden. Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste. Dabei sollen vor allem Gefahrenschwerpunkte wie verkehrsreiche Kreuzungen und unübersichtliche Straßen vermieden werden”", betonte Lamb.
Mitverantwortlich für die Verkehrssicherheit der Schulkinder, so Lamb, seien die Erwachsenen, die die Straßenräume planen und gestalten, den Verkehr organisieren, ihn aber auch dominieren. Kinder kämen dabei noch zu oft unter die Räder. Der Kern seiner Botschaft an die Fahrzeuglenker lautete deshalb: „”Gerade in Wohngebieten und in der Nähe von Schulen: Geschwindigkeit senken, bremsbereit und rücksichtsvoll sowie Vorbild in regelkonformem Verhalten sein”".
Insgesamt wendet die Landesverkehrswacht für die Aktion 37.000 € auf, die von den Sparkassen mit 25.000 € und vom Verkehrsministerium im Rahmen der Landeskampagne „Sicher kommt an!” mit 12.000 € getragen werden. Präsident Lamb dankte für deren Unterstützung ebenso wie den in die Aktion eingebundenen 15 Kreisfachberater für Verkehrserziehung bei den Kreisschulämtern, der organisatorisch eingebundenen Polizei sowie den Lehrkräften an den Schulen, die mit den Kindern üben werden.


