Im Juli 57 Verkehrstote
11. August 2010 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Verkehr | Drucken„In diesem Juli verloren deutlich mehr Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben als im Juli des vergangenen Jahres. Allein 18 tödliche Motorradunfälle haben die Unfallbilanz gründlich verhagelt.” Das sagte Landespolizeipräsident Dr. Wolf Hammann in Stuttgart.
Die leicht positive Entwicklung bei der Zahl der Verkehrstoten im ersten Halbjahr 2010 (-10,3 Prozent) setze sich leider nicht fort. Im Juli seien im Land 57 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, 17 mehr als im Juli 2009. In diesem Jahr habe die Polizei von Januar bis Juli 269 Verkehrstote registrieren müssen (Januar bis Juli 2009: 273; – 0,01 Prozent). „Diese Entwicklung bestätigt, dass wir mit unseren Anstrengungen bei der Bekämpfung von Verkehrsunfällen nicht nachlassen dürfen. Deshalb werden wir weiter intensive und konsequente Geschwindigkeits- und Motorradkontrollen durchführen”, sagte der Landespolizeipräsident.
Im Juli seien 34 von den 57 tödlichen Unfällen an den vier Wochenenden passiert (nahezu 60 Prozent; Durchschnitt im gesamten Jahr 2009 circa 42 Prozent). Von 18 im Juli tödlich verletzten Motorradfahrern hätten sich 15 in der Zeit vom Freitag bis Sonntag ereignet. „Die Motorradunfälle bereiten uns nach wie vor Sorge. Immer noch ist jeder fünfte Verkehrstote mit dem Motorrad verunglückt, seit Beginn der Motorradsaison bereits 58. Das sind drei mehr als im Vorjahreszeitraum”, sagte Hammann. Ziel sei es, bis zum Jahresende die Zahl der tödlichen Motorradunfälle wieder deutlich zu reduzieren.
Der Landespolizeipräsident appellierte angesichts dieser negativen Entwicklung an alle Verkehrsteilnehmer, mehr Rücksicht zu nehmen und vorsichtig zu fahren. „Nicht jeder Motorradunfall wird vom Motorradfahrer selbst verursacht. Gerade bei schönem Wetter müssen auch Autofahrer an Einmündungen und Kreuzungen jederzeit mit einem Motorradfahrer rechnen. Bereits wenige Stundenkilometer können über Leben oder Tod entscheiden. Die Polizei wird deshalb weiter intensiv Geschwindigkeitskontrollen ohne Toleranzen durchführen. Wo 50 Kilometer pro Stunde erlaubt sind, darf auch nur 50 gefahren werden. Dieses Bewusstsein – verbunden mit einer defensiven Fahrweise – kann Leben retten sowie Trauer und Leid in den Familien verhindern.”


