Bundespolizei im Hochwassereinsatz
11. August 2010 | Themenbereich: Bundespolizei | DruckenAcht Jahre nach dem Jahrhunderthochwasser in Sachsen kam es in den letzten Tagen wieder zu dramatischen Überschwemmungen. Durch mehrtägig anhaltende Niederschläge mit örtlichen Werten von bis zu 130 Litern pro Quadratmeter schwollen Flüsse und kleine Bäche in kurzer Zeit stark an. Die Lage verschärfte sich zusätzlich durch den Bruch einer Staumauer in Polen, so dass die Bewohner von den Überschwemmungen regelrecht überrascht wurden.
Für mehrere Landkreise wurde Katastrophenalarm ausgerufen. Bei der verstärkten Bundespolizeidirektion Pirna waren während der Besonderen Aufbauorganisation vom 7. bis 9. August in Spitzenzeiten bis zu 700 Bundespolizisten im Einsatz. Schwerpunkte waren vorrangig das Retten, Evakuieren und Transportieren von Personen. Fünfzehn Personen wurden durch die Bundespolizei, auch unter Mitwirkung von zehn Hubschraubern, aus akuten Gefahrensituationen gerettet.
Die Bundespolizei unterstützt derzeit noch das Kloster Marienthal im ostsächsischen Ostritz bei den Aufräumarbeiten. Das Kloster wurde durch die Wassermassen schwer beschädigt und verfügt über zahlreiche wertvolle – unwiederbringliche – Kulturgüter, wie z. B. Gemälde, Reliquien, Schätze, Ikonen und weitere wertvolle historische Gegenstände.
Der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Matthias Seeger, machte sich am Dienstag vor Ort ein Bild von den Ausmaßen der Katastrophe. „”Ich bin beeindruckt vom Engagement und Einsatzwillen aller Einsatzkräfte. Innerhalb kürzester Zeit waren wir in der Lage unsere Kräfte und Einsatzmittel zu mobilisieren.”", so Seeger. In Gesprächen mit Bundespolizeiangehörigen informierte er sich zusätzlich über die persönlichen Eindrücke der Einsatzkräfte.
31 Angehörige der Bundespolizei sind nach jetzigem Stand durch das Hochwasser unmittelbar betroffen. Hier gilt es jetzt, sich einen konkreten Überblick zu verschaffen und den persönlich Betroffenen Hilfe zukommen zu lassen.
Auch die Bundespolizei-Stiftung hat bereits ihre Unterstützung zugesagt und zusätzlich einen Spendenaufruf (pdf 75-KB) gestartet.


