Ich plädiere nachhaltig für 0,0 Promille für alle
3. August 2010 | Themenbereich: Sachsen-Anhalt, Verkehr | DruckenSachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD) hat eine positive Zwischenbilanz zum Verkehrsunfallgeschehen im ersten Halbjahr 2010 gezogen. „Mit dem Vorbehalt, dass eine Halbjahresbilanz natürlich keine verlässliche Prognose für das Gesamtjahr zulässt”, sprach Hövelmann von einer „erfreulichen Entwicklung”. In der aktuellen Diskussion um eine Ausweitung des Alkoholverbots sprach sich der Minister für eine generelle 0,0-Promille-Regelung aus.
Auf den Straßen Sachsen-Anhalts sind im ersten Halbjahr 2010 deutlich weniger Menschen zu Schaden gekommen als im ersten Halbjahr 2009. Das sei umso erfreulicher, als die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle durch den langen Winter und die feuchte Witterung des Frühjahrs leicht gestiegen sei, sagte der Innenminister. Am deutlichsten zeigt sich die positive Zwischenbilanz bei der Zahl der getöteten Personen. Hövelmann: „67 im Straßenverkehr ums Leben gekommene Menschen sind 67 zuviel, aber im Vergleich zu 81 Todesopfern im ersten Halbjahr 2009 ist das ein Rückgang um mehr als 17 Prozent.”
Ebenfalls deutlich ist der Rückgang bei den Schwerverletzten. Von 1.007 ging die Zahl auf 936 zurück, das sind über sieben Prozent Rückgang. Insgesamt sind Unfälle mit schwerem Personenschaden, das heißt Unfälle mit getöteten oder schwer verletzten Personen, um 8,5 Prozent zurückgegangen (von 903 auf 826). Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden ging von 4.135 auf 3.551 zurück, das ist ein Rückgang um 14,1 Prozent.
Diese positiven Tendenzen des ersten Halbjahres verzeichnete die Polizei vor dem Hintergrund einer witterungsbedingt um etwa 3,4 Prozent gestiegenen Zahl von Verkehrsunfällen insgesamt. Hövelmann: „In der Gesamtbilanz bedeutet das: etwas mehr Blechschäden, deutlich weniger Personenschäden. Wir sollten gemeinsam alles daran setzen, dass die positive Entwicklung der Senkung von Personenschäden fortgesetzt wird.”
Der Minister forderte alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer dazu auf, zum bevorstehenden Schulbeginn am Donnerstag und insbesondere zur Einschulung am Montag ganz besonders auf Schulkinder acht zu geben. „Im ersten Halbjahr 2010 ist kein Kind auf dem Schulweg ums Leben gekommen, genauso wie im gesamten Vorjahr. Aber: Es gab zwölf schwer verletzte Schulkinder, ebenso wie im Vorjahreszeitraum. Ich bitte alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auch in diesem Jahr darum: Schenken Sie den Jüngsten im Straßenverkehr höchste Aufmerksamkeit!”, sagte Hövelmann.


