Erfolgreicher Sonntag für die Fahnder der Bundespolizei

2. August 2010 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Einen besonders arbeitsreichen Sonntag (1. August) hatten gestern die Fahnder der Bundespolizeiinspektion Würzburg. Gleich drei Festnahmen tätigten sie innerhalb nur weniger Stunden.

Gegen 17:20 Uhr kontrollierten die Beamten einen 44-jährigen Chinesen im Regionalexpress auf Höhe Retzbach/Zellingen. Die Personalienüberprüfung ergab einen Untersuchungshaftbefehl des Landgerichts Frankfurt (Main). Dem in Italien lebenden Asiaten wird Bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern zur Last gelegt. Er musste die Nacht auf Montag in der Zelle der Bundespolizeiinspektion Würzburg verbringen, bis er heute dem Haftrichter vorgeführt wurde. Der Richter verfügte die Einlieferung in die Justizvollzugsanstalt Würzburg.

Gegen 18:00 Uhr, nur kurze Zeit nach dem ersten Aufgriff, verhafteten die Bundespolizisten im ICE zwischen Würzburg und Aschaffenburg einen 28-jährigen Mann aus Nordrhein-Westfalen. Bei ihm stellten die Beamten eine Ausschreibung der Staatsanwaltschaft Duisburg zur Strafvollstreckung fest. Am Aschaffenburger Hauptbahnhof war für den Mann Endstation. Vom Bundespolizeirevier am Bahnhof ging es direkt in die Justizvollzugsanstalt Aschaffenburg. Vier Monate Haft wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Sachbeschädigung muss er dort absitzen.

Da alle guten Dinge bekanntlich drei sind, verhafteten die fleißigen Fahnder gegen 20:00 Uhr im Regionalexpress von Würzburg nach Schweinfurt eine dritte Person. Die 29-Jährige aus Baden Württemberg wurde von der Staatsanwaltschaft Heidelberg gesucht. Sie war wegen Betrugs zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Da sie diese nicht zahlte, wurde ein Haftbefehl erlassen. 34 Tage hätte die Frau in Haft gehen müssen. Dies konnte jedoch verhindert werden, indem ein Bekannter bei der Bundespolizei in Bad Kreuznach kurz vor Mitternacht die offene Geldstrafe von mehr als 400 Euro beglich. Nach Eingang des Zahlungsbelegs wurde die Frau auf freien Fuß gesetzt.
Die Bundespolizeiinspektion Würzburg ist eine von 10 Bundespolizeiinspektionen der Bundespolizeidirektion München. Ihr örtlicher Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf ganz Unterfranken und Teile Oberfrankens. Der Inspektion Würzburg angegliedert sind die Bundespolizeireviere Aschaffenburg und Bamberg. Die Kernkompetenzen der Bundespolizeiinspektion Würzburg liegen in der Gewährleistung der Sicherheit der Benutzer der Bahn und der Bahnanlagen, sowie in der Fahndung auf Bahnanlagen zur Bekämpfung der unerlaubten Migration.

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