Sicher in den Urlaub

30. Juli 2010 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Damit die Urlaubszeit unbeschwert genossen werden kann, gibt die Bundespolizei Sicherheitstipps für die Ferien: Wenn die Urlaubszeit beginnt, haben Taschendiebe Hochkonjunktur. In den Zügen und Bahnhöfen sind während der Urlaubszeit nicht nur Reisende unterwegs, sondern auch die Taschendiebe, die es besonders auf das Geld und die Wertsachen der Reisenden abgesehen haben. Oft greifen die Taschendiebe beim Ein- und Aussteigen an den Reisezügen zu. Die Täter treten häufig zu mehreren Personen auf, wobei arbeitsanteilig vorgegangen wird. Nach einem künstlich verursachten Gedränge zieht der Haupttäter zum Beispiel die Geldbörse des Opfers aus der Tasche und gibt sie an einen Komplizen weiter, der mit der Beute umgehend den Tatort verlässt. Beim Haupttäter kann bei einem Festhalten kein Diebesgut mehr festgestellt werden.

Die Bundespolizei rät:

Geld, Schecks, Kreditkarten und Dokumente sollten in verschlossenen Innentaschen der Kleidung, in einem Brustbeutel oder einer Gürtelinnentasche dicht am Körper getragen werden.

Lebensgefährlich: Spielende Kinder im Gleisbereich!

Besondere Vorsicht ist in der Nähe von Bahnanlagen geboten. Das Überqueren der Gleise an nicht zugelassenen Stellen ist immer lebensgefährlich: Moderne Züge sind schnell, leise und dadurch erst sehr spät zu sehen und hören. Niemand darf sich darauf verlassen, dass er einen herannahenden Zug rechtzeitig bemerkt – zu oft werden Bundespolizisten mit tragischen Unfällen konfrontiert, die genau durch dieses falsche Selbstvertrauen provoziert wurden. Schnelles Anhalten beim Erkennen eines Menschen auf dem Gleis ist für einen Triebfahrzeugführer so gut wie ausgeschlossen: Der Bremsweg auf der Schiene beträgt bis zu 2000 Meter!

Wer der mit 15 000 Volt geladenen Oberleitung zu nahe kommt, ist in akuter Lebensgefahr. Der Strom kann aus der Leitung überspringen und einen Menschen lebensgefährlich verletzen. Erst ein Abstand von mehr als 1,5 Meter zu einer Bahnoberleitung gilt als ausreichend. Sogar das Schießen mit Wasserpistolen oder das Steigenlassen von Luftballons und Drachen in der Nähe von Oberleitungen können tödlich enden.

Auf die Schienen gelegte und von Zügen überfahrene Steine bilden scharfkantige Splitter, die wie bei einer Explosion unkontrolliert umherfliegen und schwere Verletzungen und Sachschäden verursachen können.

Auch außerhalb der Schienen droht durch die Sogwirkung schnell vorbeifahrender Züge Gefahr. Menschen können vom Luftwirbel mitgerissen werden. Deswegen soll immer ein Sicherheitsabstand – auf dem Bahnsteig mit einer weißen Linie markiert – eingehalten werden. Besonders gefährdet sind auch hier die Kinder, weil sie ihre Umwelt anders wahrnehmen als Erwachsene. Im Spiel vertieft, vergessen sie leicht, auf ihre Sicherheit zu achten.

Noch ein Tipp: Auslandsreisen nur mit gültigem Pass!

Damit böse Überraschungen ausgeschlossen werden, sollten vor Reisebeginn die benötigten Dokumente überprüft werden. Auch für eine Auslandsreise innerhalb Europas müssen deutsche Touristen einen Reisepass beziehungsweise einen Personalausweis mitführen – unabhängig davon, ob eine Grenzkontrolle stattfindet oder nicht. Das Fehlen der Reisedokumente im Ausland kann im Ernstfall den Spaß am Urlaub verderben und die Urlaubskasse empfindlich schmälern.

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