Gestohlene Fahrzeuge durch Bundespolizei im Ausland festgestellt
30. Juli 2010 | Themenbereich: Bundespolizei | DruckenDie Bundespolizei trug in zwei bemerkenswerten Fällen im europäischen Ausland zur Aufklärung von Fahrzeugdiebstählen bei. An der slowenisch-kroatischen Grenze, am Grenzübergang Gruskovje, kontrollierten slowenische Grenzpolizisten am 27. Juli 2010 bei der Ausreisekontrolle einen Sattelschlepper, der einen Caterpillar-Hydraulikbagger transportierte. Skeptisch begutachteten die Polizisten die vorgelegten Fahrzeugdokumente und die Rechnung, wonach der Bagger für 15.000,- Euro in Deutschland erworben wurde.
Durch einen Beamten der Bundespolizei konnte schnell geklärt werden, dass hier etwas nicht stimmte. Der Kollege ist derzeit ist in einem durch die Europäische Grenzschutzagentur Frontex koordinierten Einsatz am dortigen Grenzübergang eingesetzt.
Gemeinsam konnten die Polizisten ermitteln, dass der Bagger nachts zuvor von einer Baustelle in Frankfurt/Main entwendet wurde. Der aktuelle Wert des Fahrzeuges beträgt 150.000,- Euro. Bei der mitgeführten Rechnung handelte es sich um eine Totalfälschung.
Bereits am 18. Juli 2010 kontrollierte ein Bundespolizist am ungarisch-serbischen Grenzübergang Röszke einen schwarzen Bentley Continental. Der Beamte stellte mehrere Beschädigungen und Manipulationsspuren am und im Auto fest. Auch hier bestätigte sich der Verdacht einer Straftat. Umfangreiche Ermittlungen ergaben, dass der Bentley am 18. März 2010 in Mailand gestohlen wurde. Der Fall sorgte damals für großes Medieninteresse, da das Fahrzeug dem bekannten Fußballprofi Samuel Eto’o (Inter Mailand) gehört und einen Wert von mehr als 200.000,- Euro hat.
Frontex koordiniert die operative Zusammenarbeit der EU-Mitgliedstaaten im Bereich des Schutzes der Außengrenzen. Bei beiden vorgenannten Beispielen sind Bundespolizisten als so genannte Grenzpolizeiliche Unterstützungsbeamte Ausland - kurz GUA - eingesetzt. Diese unterstützen die europäischen Grenzpolizeidienststellen in Bezug auf Schengener Einreisebestimmungen, Urkundenfälschungen und KfZ-Verschiebungen.
