Tödliche Schusswaffen endlich abrüsten
21. Juli 2010 | Themenbereich: Die Grünen, Parteien | DruckenZur Einreichung einer Verfassungsbeschwerde gegen das Waffengesetz durch die Initiative „Keine Mordwaffen als Sportwaffen“ erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Die Bundesregierung sollte die Verfassungsbeschwerde von Angehörigen der Winnenden-Opfer ernst nehmen und endlich von sich aus die nötigen Konsequenzen ziehen. Es ist beschämend, dass das Waffenrecht fast anderthalb Jahre nach dem schrecklichen Ereignis noch immer nicht angemessen verschärft wurdeZwingend notwendig sind eine dramatische Abrüstung von tödlichen Schusswaffen in Privathaushalten sowie ein Verbot tödlicher Schusswaffen beim Schießsport. Die minimale Anpassung des Waffenrechts nach dem Amoklauf von Winnenden war ein haarsträubendes Beispiel für Politikversagen. Die verdachtsunabhängigen Kontrollen bei Waffenbesitzern, die von der Großen Koalition als Placebo eingeführt wurden, sind ein übler Witz und werden keine einzige Straftat je verhindern. Statt wirksame Maßnahmen gegen den millionenfachen privaten Schusswaffenbesitz durchzusetzen, ist die Bundesregierung vor der Waffenlobby blamabel eingeknickt. In der Folge ist sie schamhaft weggetaucht vor den Angehörigen der Opfer, einer kritischen Öffentlichkeit und den vielen Polizistinnen und Polizisten, die ernsthafte, und nicht bloß kosmetische Veränderungen des Waffenrechts forderten. Mit dem Gang nach Karlsruhe wird deutlich, dass diese Haltung der schwarz-gelben Bundesregierung die Menschen nicht überzeugt.”



Nachdem in 99,999% der Fälle der/die Täter(in) die eigenen Hände zur Tatausübung verwendet um jemanden vom Leben zum Tode zu befördern, stellt sich ernsthaft die Frage, weshalb den Sportschützen ihre Sportgeräte genommen werden sollen. Man sollte lieber allen Menschen vorsorglich die Hände amputieren, dann können auch keine Küchenmesser, Äxte, Molotow-Cocktails, Kettensägen, Zahnstocher, Golfschläger, Seile, selbstgebaute Flammenwerfer, Wäscheleinen, Computermonitore, Autos, Steine, Ketten, Kopfkissen oder die Hände selbst zur Tatausübung verwendet werden. Bei manchen Menschen könnte man rein prophylaktisch auch das Gehirn entfernen. Dann müßten wir uns alle liebhaben und keine Morde würden mehr geschehen. Wobei – Dominik Brunner wurde ja totgetreten. Also Füße auch weg.
Jährlich sterben im Schnitt etwa 2.700 Menschen in Deutschland durch Mord und Totschlag. Von diesen Taten werden durchschnittlich 12 mit legalen Waffen begangen. Aufgeteilt auf Dienstwaffen, Jagdwaffen, Sportwaffen und Erbwaffen. Also etwa 3 von 2.700 Fällen betreffen tatsächlich Sportwaffen. Exakt 0,111% aller Morde/Totschlag.
99,989% der Fälle von Mord und Totschlag werden mit anderen Tatmitteln als legalen Sportwaffen begangen. Diese sollen aber nicht verboten werden. Ich frage mich, vor was manche Menschen sonst so Angst haben und wo diese denken lassen. Gesunder Menschenverstand? Fehlanzeige.