Löwenbaby auf großer Reise
2. Juli 2010 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Zoll | DruckenNicht alltäglich gestaltete sich der Dienst für eine mobile Kontrolleinheit des Hauptzollamts Dortmund am 22. Juni 2010. Als die Beamten sich auf der Autobahn 2 Richtung Hannover in der Nähe von Beckum gegen 19:00 Uhr entschlossen einen bulgarischen Pkw zu überprüfen, blinzelten im Fond zwei ängstliche Knopfaugen. In einer Tiertransportbox saß ein winziges Löwenbaby von gerade einmal 9 Wochen.
Es stellte sich schnell heraus, dass es sich um ein Geschenk für einen Zoo in Polen handelte. Der 31-jährige Fahrer hatte das Tier in Frankreich abgeholt.
Die Begleitdokumente waren vollkommen in Ordnung, sodass sich die Zöllner voll und ganz der Bewachung des “Raubtieres” widmen konnten.
Der kleine Löwe gehört auch nicht zu einer artengeschützten Rasse. Die Zöllner konnten daher mit Bedauern, aber auch mit einem ruhigen Gewissen, die Weiterreise erlauben.
“Der Zoll leistet mit seinen Kontrollen im Bereich Artenschutz einen wesentlichen Beitrag zum Schutz gefährdeter oder vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Das multinationale Washingtoner Artenschutzübereinkommen schützt weltweit mehr als 8.000 Tier- und etwa 40.000 Pflanzenarten”, sagte Uwe Jungesblut, Sprecher des Hauptzollamts in Dortmund.
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Hauptzollamt Dortmund


