Schüsse auf Autotransporter

Am Dienstag, 29.06.2010, führte die Polizei bei einer länderübergreifenden Aktion Fahndungskontrollen zur Bekämpfung des Phänomens „Schüsse auf Autotransporter“ durch. Der Einsatz war bereits seit Wochen durch die Partner der Sicherheitskooperation (SIKO), die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz, geplant und zeitgleich in diesen Ländern durchgeführt. Zusätzlich beteiligte sich das Land Nordrhein-Westfalen an der Kontrollaktion. Für Bayern übernahm die Federführung das Polizeipräsidium Unterfranken. Das Bayerische Landeskriminalamt koordinierte den Informationsaustausch zwischen den Bundesländern.

Im Zeitraum von Juli 2008 bis heute wurden rund 400 Fahrzeuge, die auf Autotransportern geladen waren, von einem oder mehreren unbekannten Tätern beschossen. Dadurch wurde ein immenser Sachschaden verursacht. Neben den Schüssen auf Autotransporter wurde auch eine Reihe von Schüsse auf andere Fahrzeuge registriert.

Eine neue Dimension des Phänomens erreichte die Serie im November 2009 mit dem Beschuss eines Pkw auf der BAB A3 bei Würzburg, bei dem die Fahrerin von einem Projektil in den Hals getroffen und schwer verletzt wurde. Dieses versuchte Tötungsdelikt rief die Soko „BAB“ bei der Kriminalpolizei Würzburg ins Leben. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen muss davon ausgegangen werden, dass es sich um einen mobilen Täter handelt, der die Schüsse während der Fahrt abgibt. Aus diesem Grund wurden neben den Autotransportern auch Lkw kontrolliert, die als mögliches Tatfahrzeug in Frage kommen.

Ziel dieses Fahndungstages war es, die Fahrer von Autotransportern über das Phänomen „Schüsse auf Autotransporter“ aufzuklären und zu sensibilisieren sowie zu erhöhter Wachsamkeit aufzurufen. Im Vordergrund des Fahndungstages stand die Gewinnung neuer Erkenntnisse bzw. Ermittlungsansätze zur bundesweiten Straftatenserie „Schüsse auf Autotransporter“.


Internet: http://www.cop2cop.de/2010/06/30/schusse-auf-autotransporter/