Fußball-WM: Positive Zwischenbilanz der Polizei

28. Juni 2010 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Fussball | Drucken

Zum Ende der Vorrunde und der bisherigen Achtelfinalbegegnungen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 zeigt sich Innenminister Heribert Rech weitgehend zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltungen im Land. „Unsere Nationalmannschaft hat uns mit dem Einzug ins Viertelfinale auch allen Grund zur Freude gegeben”, sagte Rech am Montag, 28. Juni 2010, in Stuttgart.

Seit Beginn der Weltmeisterschaft hätten über 1,1 Millionen Menschen die 2.185 von der Polizei registrierten Public-Viewing-Veranstaltungen besucht und meist friedlich miteinander gefeiert. Bei 541 Autokorsos habe es 58 Verkehrsunfälle gegeben. Erfreulich sei, dass es dabei zu keinen schwerwiegenden Verletzungen gekommen sei.

„Zugleich bereitet mir aber die hohe Zahl der bei WM-Veranstaltungen verletzten Personen und die zum Teil hohe Gewaltbereitschaft große Sorgen”, so der Innenminister. 76 verletzte Personen, darunter 28 Polizeibeamte, trübten das Gesamtbild. „Die Polizei wird weiterhin mit Augenmaß vorgehen, aber alles daransetzen, Gewaltdelikte sofort zu unterbinden. Einzelne Chaoten dürfen nicht die ganz große Mehrheit der friedlichen Fans in Misskredit bringen. Diesen Leuten werden wir rechtzeitig die Rote Karte zeigen”, betonte Rech.

Im Übrigen sei es nicht zu tolerieren, wenn Polizeibeamte bei ihrer Arbeit behindert oder gar angegriffen würden. Dies sei zuletzt nach dem Sieg der deutschen Mannschaft gegen Ghana mehrfach der Fall gewesen. Beispielsweise seien in Reutlingen fünf Beamte bei der Festnahme eines Täters von einer größeren Personengruppe mit Schlägen und Tritten traktiert und verletzt worden. Gegen vier Festgenommene liefen derzeit Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

„Ich bin für den weiteren Turnierverlauf optimistisch. Wir können zuversichtlich den kommenden Spieltagen mit hoffentlich drei weiteren Siegen der deutschen Mannschaft entgegensehen”, sagte Rech. Die bisherigen Erfahrungen hätten gezeigt, dass die Polizei auf alle Eventualitäten vorbereitet sei.

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