Problemfans sind in Deutschland geblieben

15. Juni 2010 | Themenbereich: Fussball | Drucken

Die Fußballweltmeisterschaft wirft nicht nur in Südafrika Sicherheitsprobleme auf, sondern auch in NRW. „Die polizeibekannten Problemfans sind in Deutschland geblieben, weil für sie eine Reise nach Südafrika zu teuer ist. Deshalb ist zu befürchten, dass es bei einem Teil mehr als 80 Public Viewing-Veranstaltungen, die alleine in NRW angemeldet sind, zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen wird“, warnte der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Arnold Plickert. Das gelte insbesondere für die Großstädte, wo Störer die Spieltage mit deutscher Beteiligung zu hooligantypischen Verabredungen nutzen könnten.

Bestätigt sieht die GdP ihre Befürchtungen durch die erst vor kurzem veröffentlichten Zahlen der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) zur Fußballsaison 2008/2009. Danach haben die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Fußballfans in der Saison 2008/2009 im Vergleich zur Vorsaison erneut massiv zugenommen. Allein in den ersten beiden Fußballligen stieg die Zahl der am Rande der Spiele begangenen Straftaten von 4632 auf 6030. Die Zahl der dabei Verletzten stieg von 501 auf 579.

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