GdP zur Innenministerkonferenz

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist enttäuscht darüber, dass die Innenministerkonferenz bei ihrer aktuellen Zusammenkunft in Hamburg kein eindeutigeres Zeichen gegen die dramatisch zunehmende Gewalt gegen Polizisten gesetzt hat. GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg: „Die Innenminister und –senatoren haben sich lediglich hinter den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Strafbarkeit von Gewalttaten gegen die Polizei geschart. Der ist völlig unzureichend.“
Die vor wenigen Tagen veröffentlichen Ergebnisse einer Länderstudie zu Übergriffen auf die Polizei, sollte, so Freiberg, den Politikern eigentlich die Augen geöffnet haben.

Freiberg: „Der Hass und die Brutalität, die unseren Kolleginnen und Kollegen im täglich Dienst entgegenschlagen, sind auch ein massiver Angriff auf Staat und Gesellschaft. Hier müssen deutlichere Zeichen gesetzt werden. Wer einen Polizisten angreift, egal bei welcher Gelegenheit, darf nicht mit einer Geldstrafe oder Sozialstunden davonkommen.“

Erfreut zeigte sich die GdP darüber, dass die „jüngsten Entgleisungen“ der Bundesjustizministerin in der Innenministerkonferenz offenbar auf Unverständnis gestoßen sind.

Freiberg: „Wenn Frau Leutheusser-Schnarrenberger Polizisten mit anderen Berufsgruppen vergleicht, dann laden wir sie gerne ein, an unseren täglichen Einsätzen teilzunehmen um die Unterschiede zu erkennen. Polizisten müssen unter Einsatz ihrer Gesundheit und ihres Lebens die Gesetze schützen, die von den Politikern erlassen werden. Deshalb dürfen sie auch selbst einen besonderen Schutz durch die Gesetze erwarten.“


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1 Comment To "GdP zur Innenministerkonferenz"

#1 Comment By Sempralon On 1 Juni 2010 @ 02:42

In den Länden werden massiv Stellen abgebaut und ihr wundert euch das die Übergriffe Steigen?
Also, wenn ich anfangs 20 Polizisten habe und durchschnittlich 10 Verbrecher … und durchschnittlich zwei davon greifen Polizisten an …
Nun bauen die Innenminister, im Laufe der Jahre 10 Planstellen ab bzw. besetzen sie nicht neu.
Nun haben wir aktuell 10 Polizisten auf durchschnittlich 10 Verbrecher … und durchschnittlich zwei davon greifen Polizisten an …
Was bedeutet das für die Statistik?
Wer ist denn Schuld an diesem Dilemma?
Die Verbrecher?
Die sind Zahlenmäßig gleich geblieben, aber sie sind Dreister geworden, denn sie wissen … die Politik steht auf ihrer Seite!


Internet: http://www.cop2cop.de/2010/05/31/gdp-zur-innenministerkonferenz/