Polizisten als gesellschaftliche Sandsäcke missbraucht

Die heute vorgestellten Zwischenergebnisse des KfN (Kriminologisches Forschungsinstitut Nieder-sachsen) zum Thema Gewalt gegen Polizeibeamte bestätigen die seit Jahren erhobenen Mahnungen der DPolG. Die fast 21.000 befragten Polizisten aus zehn Bundesländern, darunter Berlin, beklagten einen deutlichen Anstieg schwerer Gewaltübergriffe.

Die häufigsten Angriffe gab es im normalen Streifendienst. Im Jahr 2009 gab es allein in Berlin 3371 Widerstandshandlungen, also 9,2 pro Tag. Im gleichen Jahr wurden 3512 Berliner Polizeibeschäftigte in Ausübung ihres Dienstes verletzt. Bodo Pfalzgraf, Landesvorsitzender der DPolG Berlin,: „Wir leiden seit Jahren! Dieses Thema gehört sofort auf den politischen Handlungszettel, denn wir werden an Stel-le des Staates als gesellschaftlicher Sandsack für alle möglichen Fehlentwicklungen missbraucht. Ich hoffe, dass nun endlich Schluss ist mit politischem Geschwafel!”

Zu den Forderungen der DPolG gehören neben der eindeutigen politischen Ächtung solcher Gewaltta-ten die Strafrechtsverschärfung, die Verbesserung der Ausrüstung und Ausbildung, sowie ein umfang-reiches Recht auf Nachsorge und der Weiterbeschäftigungsanspruch nach Dienstunfällen.


Internet: http://www.cop2cop.de/2010/05/26/polizisten-als-gesellschaftliche-sandsacke-missbraucht/