Landesauskunftsbüro von DRK, Polizei und Katastrophenschutz
7. Mai 2010 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz, Mecklenburg-Vorp. | DruckenInnenminister Lorenz Caffier und der Präsident des Landesverbandes des Deutschen Roten Kreuzes Mecklenburg-Vorpommern Werner Kuhn haben heute am Rande einer Festveranstaltung im Schweriner Staatstheater anlässlich des 20. Jahrestages der Vereinigung des Deutschen Roten Kreuzes und der Gründung der Rotkreuz-Landesverbände in Ostdeutschland als eine der ersten Bundesländer eine Vereinbarung zur Einrichtung eines Landesauskunftsbüros (LAB) unterzeichnet. Bei großen Schadensereignissen oder im Katastrophenfall wird das DRK künftig seine Personenauskunftsstelle als zentrales Landesauskunftsbüro führen, in das alle erhobenen Daten aus dem polizeilichen und nichtpolizeilichen Bereich einfließen. Durch Bündelung dieser Daten stehen so bei schweren Unglücken mit vielen Verletzten oder gar Toten schnell und umfassend Informationen zu möglicherweise betroffenen Personen zur Verfügung. Gleichzeitig wird erstmalig die neue bundeseinheitliche Software GSL.net eingeführt, die einen Datenverbund aller Bundesländer ermöglicht.
Es ist im Interesse des Bundes und der Länder, dass im Katastrophenfall, bei besonderen Gefährdungslagen oder Großschadenslagen (GSL) jedes Bundesland eine Personenauskunftsstelle auf Landesebene einrichtet. Innenminister Lorenz Caffier: “So werden sowohl die vom Katastrophenschutz zur Registrierung von Personen erhobenen Daten als auch die Daten aus kriminaltechnischen Ermittlungen durch die Polizei künftig nicht nur bei Einsätzen in unserem Bundesland, sondern auch bei länderübergreifenden Einsätzen mit einheitlicher und qualitativ neuer Software erfasst. Dafür sind die technischen und organisatorischen Voraussetzungen jetzt geschaffen.”
Da in Mecklenburg- Vorpommern das DRK gemeinsam mit den anderen Hilfsorganisationen die Aufgabe der Registrierung von betroffenen Personen wahrnimmt, lag es nahe, beim DRK eine zentrale Personenauskunftsstelle als Landesauskunftsbüro einzurichten.
Die Software GSL.net wurde im Land Mecklenburg-Vorpommern bereits bei mehreren Ereignissen wie z. B. dem Weltwirtschaftsgipfel und bei Katastrophenschutzübungen erfolgreich getestet.
Das Landesauskunftsbüro wird auf Veranlassung des Innenministeriums M-V eingerichtet. Es nimmt seine Arbeit bei Katastrophen und besonderen Gefährdungslagen einschließlich Großschadenslagen in unserem Land auf, die eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellen und die eine Zusammenarbeit verschiedener Stellen, insbesondere der Ordnungsbehörden, der Organisationen des Gesundheitswesens, der Katastrophenschutzbehörden in den Landkreisen und kreisfreien Städten und der Polizei erfordern. Darüber hinaus unterstützt das Landesauskunftsbüro das Personenauskunftswesen anderer Bundesländer bei Unterstützungsersuchen.


