“Gewalt hat beim Fußball nichts zu suchen”
6. Mai 2010 | Themenbereich: Fussball, Hamburg | DruckenDie Nordderbys zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen sind immer wieder etwas ganz Besonderes. Leider wurde gerade in den letzten Jahren die Grenze von positiven Emotionen hin zu Gewaltausbrüchen vor und während des Spiels überschritten. HSV-Torhüter Frank Rost und HSV-Vorstand Oliver Scheel appellieren deshalb an HSV-Fans zur Besonnenheit und friedlichem Verhalten. Frank Rost: “Ich liebe diese Derbys ganz besonders. Die Stimmung und all die Geschichten, die sich um diese Spiele ranken. Spannung pur. Auf den Rängen und auf dem Rasen. Allerdings nervt es mich ohne Ende, dass immer wieder Leute – und ich sage bewusst nicht Fans – gerade diese großen Spiele ausnutzen, um sich in den Vordergrund zu spielen. Ok – die Saison war für uns HSVer wirklich hart und es hat sich bei dem einen oder anderen sehr viel Frustration angestaut. Aber dieses Derby ist nicht der Ort, und Samstag nicht der Tag, um sie loszuwerden. Die Fankultur ist für mich sehr wichtig, aber Gewalt ist kein Teil von ihr. Deshalb mein Appell an alle Fans: Lasst euch nicht provozieren von Häme oder von den Unvernünftigen in den eigenen Reihen. Ballt meinetwegen die Faust in der Tasche und feuert uns an! Aber überlasst bitte das Kämpfen uns Spielern auf dem Rasen. Wenn wir uns alle an die Regeln halten, dann werden wir noch einen tollen Saisonabschluss in Bremen haben. Aber das ist nicht nur unser Job, sondern auch Ihr tragt die Verantwortung dafür, was am Samstag passiert.”
Oliver Scheel: “Der Vorstand des HSV ruft alle HSVer, die zu unserem Spiel am Sonnabend nach Bremen reisen werden, zur Besonnenheit und friedlichem Verhalten auf: vor, während und nach dem Spiel! Auch Werder Bremen wird einen Aufruf an seine Anhänger richten. Wir sind uns einig, dass wir ein friedliches und faires Spiel erleben wollen. Alles andere wollen wir am Samstag nicht in Bremen erleben. Gewalt hat beim Fußball nichts zu suchen, egal, welche Farben man trägt. Dazu brauchen wir euch! Also, Unterstützung ja, alles andere ganz klar und unmissverständlich NEIN!”


