Landespolizeiorchester geht auf große Fahrt mit der ‘Queen Mary 2′

31. März 2010 | Themenbereich: Wir sind Polizei | Drucken

Mit umfangreichem Instrumenten-Gepäck begeben sich am morgigen Donnerstag von Potsdam aus die Musiker des Landespolizeiorchesters (LPO) Brandenburg auf eine sechsmonatige Reise. Ziel des Orchesterbusses ist die englische Hafenstadt Southampton, wo die 48 Polizeimusiker an Bord des Luxus-Liners ‘Queen Mary 2′ gehen. Als Schiffsorchester werden sie neben einer kleinen Band auf Kreuzfahrten der nächsten sechs Monate die internationalen Passagiere unterhalten. Am Ostersonnabend legt die ‘Queen Mary 2′ zur ersten Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate ab. Zu den Stationen gehören auch Oman und Griechenland. Danach folgen unter anderem Kreuzfahrten in die Karibik und eine Tour rund um Nordeuropa.

Für Orchesterchef Peter Vierneisel und seine Musiker ist der bevorstehende Einsatz auf den Weltmeeren “wahnsinnig interessant und sicher einmalig”. Als Ende Dezember die Anfrage einer internationalen Agentur für dieses Engagement einging, konnte es zunächst keiner so richtig glauben, was da winkte. “Aber die folgenden Gespräche zeigten, die wollten uns wirklich”, freut sich Vierneisel noch heute. Geholfen hat wieder einmal der Zufall. Der verantwortliche Eventmanager hatte bei einem Potsdam-Besuch im vergangenen Jahr die Musiker zum Pfingstkonzert an der Historischen Mühle gehört und war von der Qualität und Vielseitigkeit des LPO begeistert. Als dann einige Monate später kurzfristig Ersatz für das ursprünglich geplante Schiffsorchester gefunden werden musste, hörte er sich zunächst noch einige CDs des Polizeiorchesters an und griff dann zum Telefon.

Innenminister Rainer Speer fiel das grüne Licht für diesen Einsatz allerdings nicht leicht, da die Polizeimusiker zuallererst für die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei im Land unterwegs sind. So erreichten sie im vergangenen Jahr bei insgesamt 189 Auftritten vor allem in der Mark rund 72.000 Zuhörer. “Aber an Bord vor internationalem Publikum in der Uniform der Landespolizei werden sie genauso punkten und ein guter Botschafter für Brandenburg sein”, war sich Speer heute in Potsdam sicher. Nicht zu verachten ist auch die beträchtliche fünfstellige Summe, die das LPO als Schiffsorchester in die Landeskasse einspielt.

Orchesterchef Vierneisel hat mit seinem Orchester eine breite Palette von Melodien für die Passagiere vorbereitet: “Wir spielen Swing, Filmmusiken, aber auch populäre Klassik. Natürlich wird auch die ‘Märkische Heide’ nicht fehlen”. Die Polizeimusiker freuen sich auf ihr neues Publikum und auf eine schwimmende Kleinstadt. Die 2004 vom Stapel gelaufene ‘Queen Mary 2′ gehört mit ihren 345 Metern zu den größten Ocean Linern der Welt. Eine Crew von rund 1.250 Mitarbeitern kümmert sich um über 2.600 Passagiere, denen unter anderem zwölf Decks, sechs Restaurants und drei Pools zur Verfügung stehen.

1 Kommentar
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. April, April
    “Queen Mary 2″ muss auf Landespolizeiorchester verzichten – Musiker starten in Osterurlaub

    Potsdam – Passagiere und Crew des Ocean Liners “Queen Mary 2″ müssen auf Brandenburger Polizeimusik verzichten. Der “1. April” hat dem für heute vermelde-ten Start des Landespolizeiorchesters (LPO) zum englischen Ablegehafen in Southampton leider ein kalendarisches Stopp gesetzt.

    Wenn das bevorstehende Osterfest Orchesterchef Peter Vierneisel und seinen 47 Musikern auch nicht die Türen zu den Weltmeeren öffnet, so doch zum verlängerten Feiertagsurlaub. Danach können sich die Brandenburger wieder auf zahlreiche Auftritte des LPO freuen. Dazu gehört für die Potsdamer und ihre Gäste auch wieder das traditionelle Pfingstkonzert an der Historischen Mühle. Und, wer weiß – vielleicht sitzt da diesmal wirklich jemand, der ein Schiffsorchester sucht ….

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.