Zollfahndung und Polizei setzen erfolgreiche Zusammenarbeit fort
22. März 2010 | Themenbereich: Saarland, Zoll | DruckenHeute Morgen haben der Präsident des Zollkriminalamtes, Karl-Heinz Matthias, und der Direktor des Landeskriminalamtes Saarland, Franz Josef Biesel, im Beisein von Innenstaatssekretär Georg Jungmann die Neufassung des sogenannten GER-Vertrages unterzeichnet.
Mit ihrer Unterschrift unter die „Vereinbarung über die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Saarbrücken des Landeskriminalamtes Saarland und des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main” bekräftigten die beiden Behördenleiter die bisherige gute Zusammenarbeit von Zoll und LKA bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität und stellten die weitere Kooperation der beteiligten Behörden auf neue Füße.Dabei steht die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Kampf gegen die schwere und organisierte Rauschgiftkriminalität im Vordergrund. Ein weiterer Schwerpunkt der künftigen Arbeit werden die verfahrensintegrierten Finanzermittlungen darstellen, mit deren Hilfe kriminelle Gewinne aus Drogengeschäften verstärkt abgeschöpft werden sollen.
Die neue Vereinbarung war insbesondere aufgrund organisatorischer Veränderungen bei Zoll und Polizei, aber auch im Hinblick auf rechtliche Veränderungen notwendig geworden. Nach einem kurzen Abstimmungsprozess zwischen dem saarländischen LKA und dem Zollfahndungsamt Frankfurt/Main konnten die Verantwortlichen heute bei Staatssekretär Jungmann zur Tat schreiten.
LKA-Direktor Franz Josef Biesel zur GER Saarbrücken:
„Die GER Saarbrücken ist ein Musterbeispiel für die reibungslose und erfolgreiche Zusammenarbeit von Zollfahndung und Kriminalpolizei zu einer wirkungsvollen Verbrechensbekämpfung. Die Unterzeichnung der GER-Vereinbarung und die Fortführung der bestehenden Kooperation ist die logische Konsequenz aus einer beispiellosen Erfolgsbilanz. Mit der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe sind wir im Saarland im Kampf gegen die professionelle Drogenkriminalität bestens aufgestellt.”
Mit der Vertragsunterzeichnung setzt sich eine 14 Jahre lang währende Erfolgsgeschichte nahtlos fort. Im Mai 1995 hatten Ermittler des LKA Saarland und des Zollfahndungsamtes Frankfurt/Main nach der Unterzeichnung des GER-Vertrages ihre gemeinsame Arbeit aufgenommen. Seither konnten die Drogenfahnder zahlreiche spektakuläre Ermittlungserfolge verzeichnen. So haben sie im Laufe ihres gemeinsamen Wirkens Rauschgift im Wert von vielen Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen. Ihre Ermittlungen führten die GER-Angehörigen nicht nur in Länder Europas, sondern auch auf andere Kontinente, wie etwa Afrika oder Südamerika. Addiert man die Haftstrafen, die auf das Konto der GER-Arbeit gehen, so kommen mehr als tausend Jahre Haft zusammen.
ZKA-Präsident Karl-Heinz Matthias würdigt die Vorteile der Kooperation zwischen Zoll- und Polizeidienststellen:
„Mit der Arbeit innerhalb der Gemeinsamen Ermittlungsgruppen gelingt es uns in idealer Weise, die jeweiligen Fachkompetenzen von Polizei und Zoll in effizienter Weise zu nutzen. Das ist für eine wirkungsvolle Bekämpfung der zunehmend international organisierten Tätergruppierungen unabdingbar.”
Die GER Saarbrücken in Kürze:
Die GER Saarbrücken …..
- ist eine gemeinsame Dienststelle von Zollfahndungsamt (ZFA) Frankfurt/Main und Landeskriminalamt (LKA) Saarland.
- führt Ermittlungen im Bereich der schweren und organisierten Rauschgiftkriminalität.
- ist zuständig im gesamten Saarland.
- ist paritätisch besetzt mit je acht Bediensteten von Zoll und Polizei.
- steht unter der Leitung je eines Beamten/einer Beamtin von Zoll und Polizei.
- hat ihren Dienstsitz beim LKA Saarland.


