„Wie viel Frau verträgt die Polizei?”

8. März 2010 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Unter dem Motto: „Wie viel Frau verträgt die Polizei?” hat in Potsdam am heutigen Internationalen Frauentag Elke Gündner-Ede, im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand für Frauenpolitik verantwortlich, die 5. Bundesfrauenkonferenz der Gewerkschaft der Polizei (GdP) eröffnet. 111 weibliche Delegierte aus dem gesamten Bundesgebiet, die mehr als 37.000 in der GdP organisierte weibliche Polizeibeschäftigte repräsentieren, stellen nun in der brandenburgischen Hauptstadt die Weichen für vier weitere Jahre engagierter, gewerkschaftlicher Frauenpolitik in der Polizei. Elke Gündner-Ede: “Wieviel Frau verträgt die Polizei? – das Motto, das der Bundesfrauenvorstand dieser Konferenz gegeben hat, provoziert bewusst. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Zahlen müssen wir diese Frage stellen und debattieren”, sagte sie in ihrer Eröffnung Gästen und Delegierten.

Inhaltliche Schwerpunkte der Beratungen sind die Behebung gleichstellungspolitischer Mängel, die Verbesserung der Chancengleichheit zwischen Polizisten und Polizistinnen und konkrete Verbesserungen im Dienstalltag und im Einsatzgeschehen sein.

Konrad Freiberg, GdP-Bundesvorsitzender: „Die schon seit über 25 Jahren mit großem Erfolg arbeitende GdP-Frauengruppe hat bereits viel Positives für Polizistinnen und weibliche Tarifbeschäftigte erreicht. Die Frauenarbeit wird auch weiterhin in der GdP ihre gewerkschaftliche Heimat finden.”

Neben der Beratung und Abstimmung von nahezu 50 gewerkschaftspolitischen Anträgen wird auch ein neuer Geschäftsführender Vorstand der Frauengruppe (Bund) gewählt. Sandra Temmen, scheidende Bundesfrauenvorsitzende: „In den letzten vier Jahren haben sich die GdP-Frauen intensiv mit dem Menschenhandel und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie beschäftigt und damit thematische Pflöcke auch innerhalb der GdP eingeschlagen.”

Die für die Nachfolge Temmens kandidierende Baden-Württembergerin Dagmar Hölzl ergänzt: „Nach mehr als 25 Jahren ist es an der Zeit, die Benachteiligung von Frauen bei Beurteilung, Aufstieg und Entgelt zu beenden.” Gerade der Leitantrag ‚Chancengleichheit in der Polizei’ benenne konkrete Defizite, wie die Entgelt-Ungleichheit und die mangelnden Aufstiegschancen von Frauen, und fasse Vorschläge zusammen, wie diese überwunden werden können.

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