Auf der Flucht vor Geldeintreibern
4. März 2010 | Themenbereich: Bundespolizei | DruckenAm Dienstagabend (2. März) ist Bundespolizisten am Flughafen München ein türkischer Staatsbürger aufgefallen, der versuchte, unerlaubt nach Deutschland einzureisen.
Die Beamten kontrollierten den aus Griechenland kommenden 36-Jährigen und stellten fest, dass für sein Visum ein als gestohlen gemeldetes Formular verwendet wurde. Bei der Durchsuchung wurden zudem noch ein gefälschter türkischer Führerschein sowie ein gefälschter türkischer Personalausweis gefunden.
Bei der Vernehmung gab der Mann an, er wolle in Frankreich arbeiten und sei auf der Flucht vor Geldeintreibern in der Türkei und habe deshalb das Visum gekauft. Er wird sich jetzt wegen Urkundenfälschung, Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen sowie der unerlaubten Einreise und Aufenthaltes verantworten müssen. Bis zur endgültigen Entscheidung über seinen Verbleib durch die Ausländerbehörde bleibt der Mann im Polizeigewahrsam.
Seinen Aufenthalt in Deutschland hatte sich ein 28-jähriger Nigerianer wohl anders vorgestellt. Er wurde am Dienstag (2. März) durch Bundespolizeibeamte bei der Einreise aus Lagos via Istanbul kontrolliert. Die Bundespolizisten bewiesen auch in diesem Fall wieder den richtigen “Riecher” und stellten bei der Befragung fest, dass der junge Afrikaner widersprüchliche Angaben über seinen Reisezweck machte. Zudem konnte er außer 150 Euro Bargeld keine weiteren Unterlagen vorweisen und gab lediglich an, er wolle Autoteile besichtigen, die nachher von seiner Firma gekauft werden sollen. Auf alle Widersprüche aufmerksam gemacht, gestand der Mann, das Visum von einem Mittelsmann für 2000 Euro gekauft zu haben. Der Nigerianer wird wegen Gebrauchs eines erschlichenen Visums sowie Versuchs der unerlaubten Einreise angezeigt und wird in sein Herkunftsland zurückgeschickt.
Bundespolizeidirektion München


