4.500 Polizistinnen sind echte Bereicherung

1. März 2010 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

Im März 1990 wurden erstmals Frauen in den uniformierten Vollzugsdienst der bayerischen Polizei eingestellt. Innenminister Joachim Herrmann betonte heute bei einem Empfang anlässlich dieses Jubiläums in München: “Die mehr als 4.500 Frauen, die mittlerweile in allen Dienststellen zusammen mit ihren männlichen Kollegen für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger sorgen, sind eine echte Bereicherung für die bayerische Polizei”, so Herrmann. “Das Interesse von Frauen am Dienst bei der Polizei ist ungebrochen. Der Frauenanteil bei den Neueinstellungen beträgt im Moment zwischen 20 und 25 Prozent”.

In den vergangenen 20 Jahren hätten die Polizistinnen das Binnenklima positiv verändert und seien mittlerweile auch in den Spitzenämtern der Polizei angekommen: “Unsere Polizistinnen stehen in jeder Situation ihren Mann! Mit ihren sozialen Fähigkeiten, ihrer emotionalen Intelligenz, ihrer Kommunikationsfreude und Teamfähigkeit haben sie die Entwicklung der bayerischen Polizei positiv bereichert. Sie sind aus Bayerns Polizei nicht mehr wegzudenken. Ich freue mich besonders, dass unsere Polizistinnen zwischenzeitlich auch in den Spitzenämtern angekommen sind. Seit November 2009 haben wir mit Frau Liliane Matthes in Unterfranken die erste Polizeipräsidentin in Bayern”, so Herrmann.

Im Moment liegt der Frauenanteil bei der bayerischen Polizei bei 14,5 Prozent. Von den mehr als 4.500 bayerischen Polizistinnen sind etwa 800 bei der Kriminalpolizei und beim Landeskriminalamt. Bei der Kriminalpolizei arbeiteten weibliche Beamte schon vor 1990 mit großem Erfolg. Der Frauenanteil in den leitenden Funktionen der bayerischen Polizei hat sich stetig erhöht: “Während der Anteil von Frauen in leitenden Funktionen des höheren Dienstes im Jahr 1996 noch 2,4 Prozent betrug, lag er im Jahr 2010 bei 7,7 Prozent. Neben Polizeipräsidentin Matthes haben auch andere Kolleginnen in Spitzenämtern starke Akzente gesetzt. Ich denke hier vor allem an die Leiterin des Personalreferats der Polizei im Innenministerium, die Präsidentin des Bayerischen Polizeiverwaltungsamtes oder die Vizepräsidentin des Bayerischen Landeskriminalamts. Gerade aber auch in den Führungspositionen bei den Basisdienststellen der Polizei, als Inspektionsleiterinnen oder Dienstgruppenleiterinnen gestalten viele Frauen den Erfolg der bayerischen Polizei nachhaltig mit”, so Herrmann.

In den letzten zehn Jahren seien viele Maßnahmen ergriffen worden, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert haben. Zu einer solchen familienfreundlichen Personalpolitik gehören beispielsweise individuelle Arbeitszeitmodelle und flexible Schichtdienstmodelle. Daneben stehen für schwangerschaftsbedingte Ausfallzeiten durch Mutterschutz oder Elternzeit zusätzliche Stellen als mobile Reserve zur Verfügung. Mit diesem Kontingent könne dort, wo es notwendig ist, ein angemessener Ausgleich geschaffen werden.

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