Konzept der Polizei beim Revierderby ging auf.

27. Februar 2010 | Themenbereich: Fussball, Nordrhein Westfalen | Drucken

Das Revierderby am Freitagabend zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund verlief relativ ruhig. Größere Auseinandersetzungen gab es nicht. Die eingesetzten Polizeikräfte führten 21 freiheitsentziehende Maßnahmen wegen Beleidigung, Sachbeschädigung (7 x), Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz (Abbrennen von Pyrotechnik), Verstoß gegen das Waffengesetz, Erschleichen von Leistungen und Körperverletzungsdelikten durch.

Alle Personen wurden nach Abklärung der Sachverhalte wieder entlassen. Lediglich 6 Personen kamen nicht ins Stadion, da sie zu stark alkoholisiert waren ( 1,71 – 2,15 Promille). Bei der An- und Abfahrt zum Spiel kam es zu kurzfristigen Verkehrsbeeinträchtigungen, da die Polizei zwei Bus – Konvois (jeweils 10 Busse) aus Dortmund, drei Konvois (jeweils 6 Busse) vom Gelsenkirchener Hauptbahnhof und den Fußmarsch der Ultras -Gelsenkirchen von der Glückaufkampfbahn zur Arena durch’s Stadtgebiet leitete.

Im Vorfeld wurden 32 Bereichsbetretungsverbote für das Stadtgebiet gegen einschlägig bekannte, gewalttätige Anhänger des BVB erlassen. Auf diese Maßnahme wurde kurzfristig im Dortmunder Fanblock mit einem Spruchbanner aufmerksam gemacht.

Hilfreich für den gesamten Polizeieinsatz waren sicher auch die deeskalierenden Maßnahmen der Vereinsvorstände und beider Fan – Club -Verbände sowie die Berichterstattung darüber in den Medien. Die Urteile der letzten Tage am Amtsgericht in Gelsenkirchen – Buer, aufgrund der Auseinandersetzungen beim letztjährigen Revierderby auf Schalke, haben offensichtlich dazu beigetragen, die potenziellen Gewalttäter hinsichtlich weiterer Gewalttaten nachdenklich zu stimmen.

Der Einsatzleiter Klaus Sitzer: ” Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und vor allem für die Unterstützung im Vorfeld des Derbys. Es war ein guter Anfang. Ich hoffe auf weitere, gewaltfreie Fußballspiele.”

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