Jugendrechtshaus in Schwerin gegründet

26. Februar 2010 | Themenbereich: Justiz, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Bereits bei der Verabschiedung des ehemaligen Präsidenten des Landgerichts Schwerin, Herrn Hartmut Eichler, im Oktober 2009 hatte Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) darauf hingewiesen, dass sich Herr Eichler in seinem Ruhestand weiter für die Justiz einsetzen wird: insbesondere für den Aufbau eines Jugendrechtshauses in Schwerin!

Nun findet am heutigen Abend die Gründungsversammlung für den Verein “Jugendrechtshaus Schwerin e.V.” im Landgerichtsgebäude in Schwerin statt.

Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU): “Ich bin begeistert, dass der ehemalige Präsident des Landgerichts Schwerin, Herr Hartmut Eichler, es in so kurzer Zeit geschafft hat, Juristen aus den unterschiedlichsten Bereichen für eine ehrenamtliche Mitarbeit im Jugendrechtshaus in Schwerin zu gewinnen. Jugendrechtshäuser leben von der Begeisterung für die Idee und das Thema.”

Jugendrechtshäuser verstehen sich als Vorbild in angewandter Demokratie, als lebendige Kommunikations- und Vermittlungsbörse rund um das Thema Recht für junge Menschen. In Deutschland gibt es mittlerweile 20 bis 25 arbeitende Jugendrechtshäuser und doppelt so viele Initiativen. Jugendrechtshäuser informieren Jugendliche in Form von Projekten oder Einzelberatungen sehr plastisch über Recht und Gesetz und geben ihnen Auskunft darüber, wie diese ihren Alltag bestimmen. Jugendrechtshäuser vermitteln den Jugendlichen weiter, dass sie nicht nur eigene Rechte beanspruchen können, sondern auch die Rechte anderer zu beachten und zu schützen haben mit dem Ziel, akzeptiert und anerkannte Glieder unserer Gesellschaft zu werden.

Justizministerin Kuder (CDU) betont: “Mit liegt die Weiterentwicklung des Jugendrechtshauses hier im Land sehr am Herzen: Jugendliche müssen verstehen lernen, dass es schutzwürdige Rechte anderer gibt, die sie bewahren und achten müssen. Sie müssen begreifen, dass sie ein entsprechendes Verhalten von Anderen gegenüber ihnen selbst nur dann verlangen können, wenn sie sich auch an die elementaren Grundprinzipien unserer Gesellschaft halten. Dieses Wissen kann vor einem Abrutschen in die Kriminalität bewahren. Damit Demokratie und Recht nicht leere, trockene Begriffe bleiben, sind Jugendrechtshäuser gute Anlaufstellen: Dort werden theoretische “Hülsen” bunt, erlebbar und praktisch greifbar gemacht.”

“Für das Startkapital des Vereins Jugendrechtshaus Schwerin,” so Ministerin Kuder, “habe ich bereits im Dezember 2009 auf dem Weihnachtsbasar der Justiz durch den Verkauf von frisch geschnittenem Tannengrün gesammelt. Gerne übergebe ich heute die dabei erzielte Summe von 205,00 EUR. Ich danke allen künftigen Mitgliedern des Vereins für die Bereitschaft und die Begeisterung des Projektes und freue mich darauf, das eine oder andere konkrete Vorhaben persönlich begleiten zu können.”

“Das Jugendrechtshaus Schwerin”, so der ehemaligen Präsident des Landgerichts Schwerin Hartmut Eichler, “will seine Bildungsaufgabe in Kooperation mit Stellen erfüllen, die schon in der Jugendarbeit tätig sind. Diesen Stellen wollen wir die kostenfreie Unterstützung durch Justizjuristen und Rechtsanwälte anbieten und mit ihnen Gemeinschaftsprojekte entwickeln. Wir wollen diesen Stellen keine Konkurrenz in ihrer bisherigen Arbeit machen, sondern Angebote um rechtliche Themen mit unserer Kompetenz ergänzen. Zusätzlich wollen wir die kostenfreie Hilfe in rechtlich schwierigen Lebenslagen durch eine offene Sprechstunde für junge Menschen abdecken.”

Mit der heutigen Gründung des Vereins “Jugendrechtshaus Schwerin e.V.” werden die organisatorischen Vorbereitungen für konkrete Projekte beginnen.

Das Jugendrechtshaus erreichen alle Interessenten ab sofort über:

Jugendrechtshaus Schwerin (i.G.)

Landgericht Schwerin

Demmlerplatz 1 – 2

19053 Schwerin

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