Entenküken, Bienenvölker und ein Elefant auf den Straßen
26. Februar 2010 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Verkehr | DruckenIm vergangenen Jahr hat der Verkehrswarndienst 26.089 Warnmeldungen herausgegeben, 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr mit 26.478. Wie das Innenministerium am Freitag, 26. Februar 2010, in Stuttgart weiter mitteilte, hätten davon 19.014 Meldungen oder 75 Prozent Autobahnen betroffen und 4.725 (18,7 Prozent) Bundesstraßen. Die meisten Meldungen hätten die A 5 mit 5.767 betroffen, gefolgt von der A 8 mit 4.552. An dritter Stelle sei die A 81 mit 3.867 gelegen, an vierter Stelle die A 6 mit 2.786 Meldungen.
Die Zahl der Meldungen wegen Gegenständen auf der Fahrbahn sei von 5.561 auf 5.275 gefallen. Beispielsweise durch mangelhafte Sicherung seien ein Bobby-Car, ein Surfbrett, Matratzen und diverse Fahrzeugteile verloren gegangen. 1.160 Meldungen – 106 weniger als im Vorjahr mit 1.266 – hätten freilaufende Tiere betroffen. Spektakulär sei im Mai die Rettung von neun Entenküken auf der A 6 bei Sinsheim durch die Polizei gewesen. Ebenfalls im Mai hätte ein Lastwagen wegen einer Panne einen Rastplatz an der A 5 bei Appenweier anfahren müssen. Wegen der Sonnenhitze habe der Fahrer mehrere Bienenvölker freilassen müssen, um diese vor dem Tod zu bewahren. Die Bevölkerung sei vor einem unvorhergesehenen Besuch der circa 1,3 Millionen Bienen gewarnt worden. Im Juni habe in Tuttlingen ein Elefant auf der gegenüberliegenden Seite der vierspurigen B 311 etwas Fressbares entdeckt. Daraufhin sei er aus dem Gehege seines Wanderzirkus ausgebrochen. Es habe rund 18 Minuten gedauert, ihn wieder einzufangen.
Der längste Stau habe es mit 40 Kilometern auf der A 8 zwischen Ulm-Ost und der Raststätte Gruibingen gegeben. Wie im Vorjahr seien die A 8 zwischen Karlsruhe und Stuttgart und die A 5 zwischen Basel und Karlsruhe jeweils in beiden Fahrtrichtungen am meisten belastet gewesen. Besonderen Unmut bei den Verkehrsteilnehmern habe es Ende Juli 2009 wegen einer Baustelle auf der B 27 zwischen der Einmündung B 312 und Anschlussstelle Flughafen gegeben. Die ersten zwei Staumeldungen seien schon kurz vor fünf Uhr beim Verkehrswarndienst eingegangen, gefolgt von 30 Aktualisierungen. Die Staulänge habe bis zu 20 Kilometer betragen.
Die Zahl der Gefahrenmeldungen sei im Vergleich zum Jahr 2008 von 12.810 auf 12.477 um 2,5 Prozent zurückgegangen. Allerdings seien die Meldungen wegen Falschfahrern von 320 auf 370 und die der ungesicherten Unfallstellen 2.356 auf 2.447 angestiegen.
Zusatzinformationen:
Der Verkehrswarndienst des Landes Baden-Württemberg existiert bereits seit 1962. Als „Landesmeldestelle für den Verkehrswarndienst” ist sie ein Teil des Lagezentrums der Landesregierung und rund um die Uhr besetzt. Verkehrswarnmeldungen würden an die Nationale Meldestelle in Neuss und die Rundfunksender in Baden-Württemberg übermittelt, den Bürgerinnen und Bürgern aber auch im Internet und über das Navigationsgerät direkt zur Verfügung gestellt.


