Einstellungen verdoppelt
26. Februar 2010 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Polizei | Drucken1.100 nordrhein-westfälische Polizeianwärter sind heute (26. Februar) in Düsseldorf vereidigt worden. Die jungen Männer und Frauen des Einstellungsjahrgangs 2009 werden nach ihrem dreijährigen Studium den Wachdienst und die Ermittlungskommissariate unterstützen. “Mit der Verdoppelung der Einstellungen seit 2008 werden wir bis 2011 rund 2.400 Polizisten mehr haben, als unter der rot-grünen Regierung geplant war. Wir verjüngen die Polizei mit diesem bundesweit vorbildlichen Konzept”, sagte Innenminister Dr. Ingo Wolf bei der Vereidigung. Für den Einstellungsjahrgang 2009 hatten sich über 6.400 junge Leute bei der Polizei beworben.
“Die jungen Männer und Frauen haben mit der Zulassung zum Studium einen interessanten und krisensicheren Arbeitsplatz”, erläuterte Wolf. Dass sich die gute und anspruchsvolle Arbeit der Polizisten auszahlt, macht die Zahl der Beförderungen deutlich. “Seit Mai 2005 wurden drei Viertel aller nordrhein-westfälischen Polizisten, das sind mehr als 29.000 Beamte, einmal befördert”, erklärte der Innenminister.
Seit der Einführung der zweigeteilten Laufbahn im Jahr 2002 verdienen auch schon die Berufseinsteiger bei der Polizei deutlich mehr Geld. Wolf: “2009 waren bereits 98 Prozent aller Planstellen dem gehobenen Dienst zugeordnet. 2014 wird es keinen Polizisten im mittleren Dienst mehr geben”. Damit ist Nordrhein-Westfalen bundesweit auf einem Spitzenplatz unter den Ländern.
“Darüber hinaus hat das Land Nordrhein-Westfalen in den letzten fünf Jahren viel für die Polizei und die Sicherheit der Polizisten getan”, betonte Wolf. Alle Polizisten haben inzwischen neue Dienstwaffen und eine persönlich zugewiesene Schutzweste erhalten. Die Auslieferung der blauen Uniform sowie neuer Schutzhelme wird 2010 beginnen. Die Entscheidung, bestimmte Ausrüstung zu leasen, hat dazu geführt, dass kein Streifenwagen älter als zwei Jahre ist; Computer werden nach spätestens vier Jahren ausgetauscht. Alleine in Gebäude für die Polizei hat das Land 715 Millionen Euro investiert.
“Sie übernehmen in hohem Maße Verantwortung für eine gemeinsame demokratische und rechtsstaatliche Grundordnung”, erklärte Wolf den jungen Polizistinnen und Polizisten. Das Grundgesetz, die Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen und damit die Menschen- und Freiheitsrechte seien für die Beamten verpflichtend. “Besonders wichtig ist es, immer die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit zu wahren”, sagte der Innenminister.



Ein guter Tag für die
Polizei und die Bürger
Zur Vereidigung von 1100 Polizeianwärtern in Düsseldorf erklärt der innenpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Horst Engel:
“Die Vereidigung von 1100 Polizeianwärtern stellt einen weiteren Schritt zur Stärkung der Polizei in NRW dar. Im Jahr 2010 sind damit bereits 1800 Polizisten zusätzlich in der Ausbildung als von der rot-grünen Vorgängerregierung geplant. Bis Ende 2011 werden es sogar 2400 zusätzliche junge Kräfte sein. Heute ist ein guter Tag für die jungen Polizisten, die das anspruchsvolle Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen und sich unter mehr als 6400 Bewerbern durchgesetzt haben. Denn sie erwartet ein spannender und krisenfester Job. Es ist aber auch ein guter Tag für die Bürger in NRW. Denn durch eine starke Polizei steigt die Sicherheit für die Bürger.”
Horst Engel, MdL NRW FDP