Dank an THW-Kräfte für Einsatz in Haiti

26. Februar 2010 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière dankte heute in Berlin den Einsatzkräften des THW für ihr Engagement in den Erdbebengebieten Haitis. “Ihr Einsatz in Haiti ist ein unschätzbarer Beitrag im Rahmen der humanitären Hilfe nach dieser schweren Katastrophe. Ich möchte Ihnen meine Anerkennung für Ihre Bereitschaft aussprechen, diese großen physischen und psychischen Belastungen auf sich zu nehmen, um den Menschen in Not zu helfen”, sagte der Bundesinnenminister bei dem Empfang von 24 bereits aus Haiti zurückgekehrten Helfern.

Die Experten für Trinkwasseraufbereitung, Einsatzkoordination und Logistik bildeten das erste THW-Team, das nach dem schweren Erdbeben am 12. Januar im Auftrag der Bundesregierung im Einsatz war. Zurzeit sind 20 THW-Experten im Einsatz. Sie unterstützen die Deutsche Botschaft bei der Koordinierung der deutschen Hilfsmaßnahmen und versorgen die Bevölkerung mit Wasser.

Der überwiegende Teil der eingesetzten Helfer ist ehrenamtlich für das Technische Hilfswerk tätig und ganz spezifisch für die Einsätze ausgebildet; sie kommen aus den verschiedensten Berufen vom Bauarbeiter bis zum Angehörigen des wissenschaftlichen Lehrpersonals an Universitäten.

Die Trinkwasseraufbereitungsanlagen des THW produzieren seit dem 18. Januar sauberes Wasser. Zunächst betrieb das THW zwei Anlagen in unmittelbarer Nähe des Flughafens von Port-au-Prince. Mit dem Eintreffen des zweiten Teams der Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) wurden zwei weitere im etwa 35 Kilometer westlich der Hauptstadt gelegenen Léogâne aufgebaut.

Mittlerweile hat das THW in Haiti rund zehn Millionen Liter Wasser produziert. Trinkwasser gehört weiterhin zu den am dringendsten benötigten Versorgungsgütern in Haiti. Mittlerweile wird das Wasser mit Unterstützung lokaler Kräfte aufbereitet. Diese werden im Umgang mit den Anlagen geschult und an den Verteilstellen eingesetzt.

Die Wasserabgabe erfolgt hauptsächlich über Tanklastwagen, die von internationalen Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellt werden. Die Qualität des produzierten Trinkwassers wird im mobilen THW-Labor überprüft. Auch andere Hilfsorganisationen können im THW-Labor ihr Wasser analysieren lassen. Neben der Trinkwasserversorgung und der Wasseranalyse bietet das THW anderen Organisationen im Basislager in Léogâne auch logistische und technische Unterstützung an.

So stellt das THW zum Beispiel die Stromversorgung für die Operationssäle in Feldlazaretten sicher. Außerdem haben sich im THW-Camp Mitarbeiter anderer deutscher und internationaler Hilfsorganisationen niedergelassen.

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