Modellregion Integration

25. Februar 2010 | Themenbereich: Hessen, Innere Sicherheit | Drucken

„Ich freue mich sehr, dass auch die Stadt Offenbach Anfang Oktober letzten Jahres als eine von sechs Städten und Landkreisen zur ‚Modellregion Integration’ gewählt wurde, um ihre bisherigen Anstrengungen zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zu vertiefen und auszuweiten”, sagte Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn bei seinem Besuch beim Oberbürgermeister der Stadt Offenbach, Horst Schneider.

Offenbach hat mit über 45 Prozent einen besonders hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Dadurch haben integrationspolitische Fragestellungen in der Stadt traditionell einen hohen Stellenwert. Mit einer Vielzahl von Einrichtungen, Maßnahmen und Projekten hat Offenbach einen breiten Fundus von Erfahrungen in nahezu allen Bereichen kommunaler Integrationspolitik. Integration ist ein anerkanntes Querschnittsziel kommunaler Politik.

“Offenbach ist seit Jahrzehnten Heimat für Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Modellregion Integration zu sein, ist der nächste logische Schritt. Eine moderne und unmittelbar umsetzbare Integrationsarbeit ist einer der wichtigsten Faktoren für das Zusammenleben nicht nur in der kleinen Großstadt Offenbach, sondern auch in anderen Kommunen, die von unseren Erfahrungen profitieren sollen”, so Oberbürgermeister Horst Schneider. Schneider ergänzte, dass Offenbach bereits seit vielen Jahren trotz der finanziellen Lage der Stadt mit wenig viel mache. Alle Partner in Offenbach leisten gute Integrationsarbeit. „Deshalb freuen wir uns, dass das Land nun sein Engagement für dieses Thema weiter verstärkt und seine Verantwortung wahrnimmt.”

Die Stadt Offenbach unterstützt insbesondere mit ihrer Integrationspolitik in vorbildlicher Weise die berufliche Integration und Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik, die Begleitung der Bildungswege, die Sprachförderung und das Zusammenleben der Kulturen.

„Soziale Integration erfolgt ganz wesentlich über die Teilhabe am Erwerbsleben. Daher kommt der beruflichen Integration eine entscheidende Bedeutung im Integrationsprozess zu”, so Integrationsminister Hahn.

Ende Januar 2010 hat der zweitägige Integrationsworkshop als Start in die Modellregion stattgefunden. Hier wurden mit einem großen Kreis an Akteuren und Trägern in Offenbach die Handlungsfelder in der Modellregionphase vorgestellt und diskutiert. Die inhaltliche Schwerpunktsetzung und auch die Herangehensweise fand dabei breite Zustimmung.

Die Hessische Landesregierung hat durch das Programm „Modellregion Integration” den finanziellen Rahmen zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund erheblich erhöht. Für 2009 standen insgesamt 80.000 Euro zur Verfügung. Für 2010 sind rund 1,35 Millionen Euro für dieses Programm eingeplant. Hieraus werden dann sowohl Programmkoordinatoren in den Modellregionen mit finanziert als auch Projekte mit Modellcharakter.

Minister Hahn hat bereits die Modellregionen Kassel, Wiesbaden und Wetzlar besucht. „Ich werde auch die übrigen Modellregionen Integration, den Landkreis Hochtaunus sowie den Main-Kinzig-Kreis mit Hanau noch bereisen, um mir einen Eindruck vor Ort zu verschaffen und um im Dialog zu bleiben. Denn wir haben mit den Modellregionen ein Pilotprojekt zur nachhaltigen und gemeinsamen Gestaltung zukunftsfähiger Integrationspolitik in Hessen aufgelegt”, betonte Minister Hahn abschließend.

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